Kulturelle Bildung inklusiv (Fortsetzung)

Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule pflanzten bei dem Projekt Bäume und Sträucher, setzten sich mit dem Kreislauf der Natur auseinander und führten ein Theaterstück zum Thema in der Kulturetage auf.
Trotz solcher Erfolge, stellte sich die Frage, wie der Inklusionsprozess in Oldenburg weiter voranschreiten kann. Antworten darauf gab es unteranderem von der Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg, die, vertreten durch die Diplom-Pädagogin Susanne Jungkunz, ihren kommunalen Aktionsplan Inklusion in Oldenburg vorstellte. Die Erarbeitung dieses Plans wurde vom Stadtrat 2012 beschlossen und an dessen Ausarbeitung beteiligen sich seit April 2012 zahlreiche Arbeitsgruppen mit dem Ziel, den Prozess der Inklusion weiter voranzutreiben.
Des Weiteren referierten Jan Freede und Anna Glazik vom Amt für Jugend, Familie und Schule der Stadt Oldenburg über den Stand der Entwicklung an Oldenburger Schulen. Zu diesem Punkt fand eine rege Diskussion statt, an der sich auch die Teilnehmer immer wieder durch Zwischenfragen aktiv beteiligten. Die Organisatorin des Netzwerktreffens, Christiane Maaß vom Kulturbüro der Stadt verdeutlichte im Anschluss, wie künstlerische Projekte den Inklusionsprozesses weiterbringen können und wie wichtig diese für einen Weg hin zu mehr Toleranz, Miteinander und Partizipation in unserer Gesellschaft sind.

Beispielhaft für eben solche Projekte stand der Praxisteil des Netzwerktreffens. Corinna Bruggaier und Alexander Hauer von „OpusEinhundert“ machten den theoretischen Begriff der Inklusion durch einen „Crashkurs“ in ihre Arbeitsweise und in ihr Verständnis von Beteiligungskompetenz lebendig und für die Teilnehmer erfahrbar.
In Gruppen wurden in sehr kurzer Zeit kleinere Vorführungen zu einem vorgegebenen Begriff erarbeitet und anschließend präsentiert. Diese „kleinen Kunstwerke“ wurden am Ende durch den künstlerischen Leiter Alexander Hauer zu einem großen Ganzen zusammengeführt. Mit großer positiver Resonanz bildete der Praxisteil damit den Abschluss eines rundum gelungenen achten Netzwerktreffens.