Kultur und Sport bewegen den Ganztag

Kultur- und Sportangebote an Oldenburger Ganztagsgrundschulen standen im Fokus des 13. Netzwerktreffens Schule – Kultur. Unter dem Motto „Schule in Bewegung?!“ tauschten über 45 Teilnehmende aus Schule und Jugendhilfe, Kultur und Sport, Politik und Verwaltung am 4. September einen Vormittag lang engagiert und konstruktiv Ideen, Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge für die kulturelle und sportliche Bildung im Ganztag.

Folgende Fragen bewegten die Teilnehmenden: Welche Kultur- und Sportangebote gibt es im Ganztag? Welche Rahmenbedingungen braucht es? Wie kann es gelingen, die Angebote an den Interessen der Kinder auszurichten? Und wie lässt sich verhindern, dass die Ganztagsangebote und die außerschulischen kulturellen und sportlichen Bildung gegen einander ausgespielt werden? Sprich: Wie kann die Vielfalt der Bildungslandschaft vor Ort erhalten bleiben?

Bereits morgens um halb zehn waren die Teilnehmenden aufgefordert, sich mit ihren Erfahrungen in eine Fishbowl Diskussion einzubringen. Der Versuch glückte! Es wurde rege diskutiert, zugehört und nachgefragt. Bereichert wurde die Diskussionsrunde durch fünf kompetente Podiumsgäste: Prof. Dr. Karsten Speck vom Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Sabine Stehno, Schulleiterin der Grundschule Nadorst, Ronja Liebscher vom Verein für Kinder, Jörg Kowollik vom Verein Jugendkulturarbeit und Dr. Gero Büsselmann vom Stadtsportbund. Die wichtigsten Ergebnisse der Diskussionsrunde fasst ein Mindmap » zusammen.

Nach einer Stärkung gab Stephanie Lichtenberg vom Amt für Schule und Bildung einen Einblick in den aktuellen Überarbeitungsprozess des Rahmenkonzepts Kooperative Ganztagsbildung an Oldenburger Grundschulen. Anschließend stellte Sophie Arenhövel vom Kulturbüro die Ergebnisse einer Zwischen-Auswertung der Kultur- und Sportangebote vor, die im Schuljahr 2016/17 mithilfe des Budgets für Kultur und Sport realisiert werden konnten. Die Anzahl und Vielfalt der Angebote erstaunte und freute die Teilnehmenden.

Abschließend ging es dann zur Vertiefung des Erfahrungs- und Ideenaustauschs in die Arbeitsgruppen. Anhand der vier Schlagworte „Qualität“, „Rahmenbedingungen“, „Partizipation“ und „Bildungslandschaft“ erarbeiteten die Teilnehmenden konstruktiv Vorschläge für die Weiterentwicklung der Kultur- und Sportangebote im Ganztag. Deutlich wurde: Qualität braucht Zeit und Kooperation braucht verlässliche Strukturen auf allen Seiten. Derzeit bleiben außerschulische Lernorte im Ganztag häufig noch ungenutzt. Die Dialogbereitschaft und der Wunsch nach einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe sind auf allen Seiten hoch. Vernetzungsangebote wie das 13. Netzwerktreffen Schule – Kultur sind dabei wichtige Knotenpunkte, um gemeinsam weiter an einer guten Bildung aller Kinder in Oldenburg zu arbeiten. Hier gibt es – angesichts der Vielfalt der Akteure – noch so manchen Schatz zu heben.