Umgang mit der Biotonne im Sommer
Warme Temperaturen bringen es oft mit sich: Biotonnen können unangenehme Gerüche entwickeln, zuweilen kommt es zusätzlich zu starkem Madenbefall. Das Problem beginnt häufig schon in der Küche: Denn wenn Essensreste nicht sofort abgedeckt oder gar in einen offenen Küchenabfallbehälter gegeben werden, können Fliegen ungehindert ihre Eier darauf ablegen.
Woher kommen Gerüche und Maden?
In der warmen Biotonne schlüpfen aus den abgelegten Eiern die weißen Fliegenmaden, die bei unserem Nahrungsangebot besonders gut gedeihen. Die Gerüche entstehen wiederum durch die Aktivität bestimmter Bakterien.
Was lässt sich dagegen tun?
Um die Belästigungen durch Maden und Gerüche weitestgehend zu vermeiden, gibt es eine ganze Reihe wirksamer Maßnahmen und Tipps. So bekommen Sie das Problem in den Griff:
- Nutzen Sie für feuchte Küchenabfälle Papiertüten oder wickeln Sie sie in Zeitungspapier ein. Damit wird dem Bioabfall Feuchtigkeit entzogen.
- Legen Sie den Boden Ihrer Biotonne mit Zeitungspapier aus. Das Papier saugt die Nässe auf und der Bioabfall klebt nicht am Tonnenboden. Je trockener der Bioabfall ist, desto weniger geruchsintensive Bakterien entstehen.
- Stellen Sie die Biotonne an einem möglichst schattigen, kühlen Platz auf. Damit verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen für Bakterien, Pilze und Maden.
- Lassen Sie Gartenabfälle, insbesondere Grasschnitt, vor dem Einfüllen in die Biotonne anwelken. So wird der Abfall trockener.
- Öffnen Sie den Deckel der Biotonne nur so lange wie unbedingt nötig. Damit vermeiden Sie Fliegenbefall.
- Verdichten Sie Ihren Bioabfall nicht. So vermeiden Sie, dass sich ungewünschte Bakterien vermehren und damit Gerüche entstehen.
- Sprühen Sie im Sommer den Tonnendeckel und die Tonnenwände gelegentlich mit Essig ein. Das beugt Madenbefall vor.
- Reinigen Sie Ihre Biotonne ab und zu mit Wasser und lassen sie vor dem nächsten Befüllen trocknen.
Zuletzt geändert am 30. Juni 2026