Michael Kumpfmüller mit Roman „Böse Kinder“ im Wilhelm13 zu Gast
Was geben Eltern an ihre Kinder weiter?
01.09.2026
Oldenburg. In seinem Drei-Generationen-Roman „Böse Kinder“ erzählt Michael Kumpfmüller von verdrängten Konflikten und zeichnet mit viel Empathie nach, wie sich Erfahrungen der Nachkriegsgeneration und alte Muster in Familienkonstellationen bis in die Gegenwart fortschreiben. Am Dienstag, 15. September, ist der Schriftsteller mit dem Buch zu Gast im Programm des Literaturhauses. Er liest daraus und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin Gesa Steinbrink. Die Veranstaltung im Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, beginnt um 19.30 Uhr. Eintrittskarten kosten 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, und können auf der Internetseite des Literaturhauses unter www.literaturhaus-oldenburg.de in der Rubrik Programm und Reservierung gebucht werden.
Wer waren die Eltern wirklich?
Vincent, einst hoher Ministerialbeamter, kommt kurz nach seinem Fünfundachtzigsten ins Krankenhaus, zu überraschend, um im Keller noch für Ordnung zu sorgen. Was seine Söhne Tom und Alexander dort in einem Aktenschrank finden, rückt ihre Kindheit in ein völlig anderes Licht: Fotos von allen dreiundzwanzig Liebhaberinnen des Vaters. Und auch die Mutter hatte andere Männer, allerdings nur drei. Erst jetzt, als Erwachsene, trauen sich die Brüder, das Bild von der Vorzeigefamilie als Lüge zu entlarven. Doch wer waren Vater und Mutter wirklich? Und was haben sie an ihre Kinder weitergegeben, an Tom, der um sein berufliches Überleben als Fotograf kämpft, und an Alexander, in dessen Ehe es vorübergehend leise kriselt? Auch sie beide sind Väter und sehen sich Kindern gegenüber, die ihre eigenen Wege gehen und sie zu hinterfragen beginnen.
Über den Autor
Michael Kumpfmüller war in Berlin zunächst als freier Journalist tätig. Auf seinen ersten Roman „Hampels Fluchten“ (2000) folgten neun weitere. „Die Herrlichkeit des Lebens“ über das letzte Lebensjahr von Franz Kafka und seine Liebe zu Dora Diamant wurde ein Bestseller und in 27 Sprachen übersetzt, 2024 kam die Verfilmung ins Kino. „Die Erziehung des Mannes“ und „Tage mit Ora“ waren für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Zuletzt geändert am 1. September 2026
Zuletzt geändert am 1. September 2026