Kinder belasteter Familien unterstützen oder vorübergehend aufnehmen – Am 1. September mehr erfahren
Ehrenamtliche Patinnen und Paten für junge Menschen gesucht: „FreiRaumZeit“ informiert
24.08.2026
Oldenburg. Was passiert eigentlich, wenn ein alleinerziehender Elternteil vorübergehend ausfällt und sich sonst niemand um das Kind kümmern kann? Oder wenn die Belastung im Alltag so groß ist, dass alle Familienmitglieder dringend eine Auszeit benötigen? Das Amt für Jugend und Familie bietet mit dem Patenmodell „FreiRaumZeit“ und der Kurzzeitpflege unterschiedliche Unterstützungsmodelle für solche Situationen an, die sich besonders an psychisch erkrankte und mehrfach belastete Elternteile richten. Auch kurzfristig auftretende Notfälle können so überbrückt werden.
Info-Veranstaltungen in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte
Wer Interesse daran hat, einen jungen Menschen als Patin oder Pate zu unterstützen, mit ihr oder ihm unbeschwerte Zeit zu genießen oder ein Kind gar vorübergehend bei sich aufzunehmen, ist am Dienstag, 1. September, zu einer unverbindlichen Info-Veranstaltung eingeladen. Koordinatorin Sandra Strahler verrät jeweils um 9 und um 18 Uhr in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte, Gorch-Fock-Straße 5 a, Näheres zu den beiden Angeboten sowie zu den Voraussetzungen und Konditionen. „Es gibt keine fachlichen Voraussetzungen für eine Teilnahme an den Programmen“, sagt Strahler. „Wir freuen uns über verlässliche Partnerinnen und Partner, die Verantwortung übernehmen und sich engagieren möchten.“
Interessierte können sich bis Freitag, 28. August, per E-Mail unter sandra.strahler[at]stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-8126 anmelden oder auch spontan erscheinen. Strahler beantwortet unter den genannten Kontaktdaten außerdem gern Fragen.
Ehrenamtliche setzen sich kurz- oder langfristig für Wohl des Kindes ein
Beim Patenmodell „FreiRaumZeit“ verbringen die Teilnehmenden wöchentlich Zeit mit einem Kind – und zwar losgelöst vom Familienalltag. Diese Variante ist langfristig angelegt und ermöglicht es, eine stabile Bindung aufzubauen, die die Entwicklung des Kindes positiv beeinflusst.
Entscheiden sich die Interessierten für die Kurzzeitpflege, nehmen sie einen jungen Menschen wiederum für einen vorher festgelegten Zeitraum bei sich im eigenen Haushalt auf und betreuen es. Einzelpersonen sowie Familien können sich in diesem Modell einbringen. Die Kurzzeitpflege wird in Situationen erforderlich, in denen ein Kind aufgrund von Notsituationen spontan untergebracht werden muss – beispielsweise aufgrund eines Krankenhausaufenthalts eines Elternteils.
Fundierte Vorbereitung und fachliche Begleitung
Sowohl im Patenmodell als auch in der Kurzzeitpflege erhalten alle Teilnehmenden eine fundierte Vorbereitung, eine kontinuierliche fachliche Begleitung und profitieren von einem regelmäßigen Austausch mit weiteren Patinnen, Paten und Pflegepersonen. Je nach eigenen Vorstellungen, Möglichkeiten und Lebensbedingungen klärt Koordinatorin Strahler mit den Interessierten, welche Form der Unterstützung für sie infrage kommt.
Alle Informationen zum Patenmodell und zur Kurzzeitpflege sind auch online unter www.oldenburg.de/freiraumzeit zu finden.
Zuletzt geändert am 24. August 2026
Zuletzt geändert am 29. Juni 2026