Kaufvertrag zwischen der Deutschen Post AG und der Stadt Oldenburg unterschrieben
Folgenutzung der Halle 4 auf dem Fliegerhorst gesichert
26.08.2026
Oldenburg. Die Entwicklung des Fliegerhorstes Oldenburg erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein. Die ehemalige Flugzeugwartungshalle 4 bleibt erhalten und wird seitens der Deutschen Post AG (DPAG) als Zustellstützpunkt für das nördliche Stadtgebiet nachgenutzt. Der Grundstückskaufvertrag über die bebaute Gewerbefläche zur Größe von rund einem Hektar wurde am Mittwoch, 19. August, notariell beurkundet.
Zukünftige Nutzung stärkt Wirtschaftsstandort
„Mit dem Projekt zur Umnutzung der Halle 4 setzen wir die Entwicklung des Fliegerhorstes konsequent fort. Wir stärken den Wirtschaftsstandort, sichern die postalische Versorgung und zeigen zugleich, wie Altbausanierung, Klimaschutz und Stadtentwicklung zusammengeführt werden“, betont Ralph Wilken, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung.
Zustellstützpunkt sichert Versorgung im Stadtgebiet
Die DPAG bündelt mit dem neuen Zustellstützpunkt bestehende Standorte und optimiert die Verbundzustellung von Briefen und Paketen in Richtung einer modernen und klimafreundlichen Zustellung. „Gemeinsam mit der Stadt Oldenburg haben wir die Möglichkeit zur Einrichtung eines neuen nachhaltigen Zustellstützpunktes am Standort des ehemaligen Fliegerhorstes evaluiert. Damit wollen wir die Zustellung von Briefen und Paketen mit Elektrofahrzeugen in Oldenburg weiter ausbauen und bekennen uns zum Standort Oldenburg. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem neuen Standort unsere grüne Logistik konsequent weiter voranbringen und die zuverlässige postalische Versorgung innerhalb Oldenburgs sichern“, sagt Heike Blankenstein, Niederlassungsleiterin Betrieb, Deutsche Post Oldenburg.
Erschließung über die Straße „Am Fliegerhorst“
Nach dem Umbau, für den die DPAG etwa ein Jahr veranschlagt, werden dort rund 80 Beschäftigte tätig sein. An der neuen Betriebsstätte ist der Einsatz von circa 65 Elektrofahrzeugen vorgesehen. Pro Tag ist mit etwa sechs An- und Abfahrten von Lastkraftwagen zu rechnen. Die verkehrliche Erschließung des Zustellstützpunktes erfolgt über die am nördlichen Quartiersrand gelegene neue Straße „Am Fliegerhorst“, die als Hauptverkehrsachse die Erreichbarkeit der Misch- und Gewerbegebietsflächen sichert.
Einzelne Gestaltungselemente des Geländes bleiben erhalten
Die frühere Wartungshalle für Flugzeuge wird weitgehend erhalten und verträglich saniert. Vorgesehen ist eine umfassende energetische und bauliche Ertüchtigung. Optische Gestaltungselemente wie die Mauerpfeiler und das Lichtband über der ehemaligen Toranlage bleiben erhalten und erinnern künftig an die Geschichte des Standorts. Nicht überbaubare Flächen werden als Betriebs-, Rangier- und Stellflächen genutzt und um Grünflächen und Baumpflanzungen ergänzt.
Die Halle 4 liegt im Bebauungsplan N-777 F, der an dieser Stelle ein eingeschränktes Gewerbegebiet ausweist. Die moderne und nachhaltige Umnutzung der Halle gehört zu den ersten gewerblichen Projekten auf dem Fliegerhorst.
Nachhaltigkeit im besonderen Fokus
Der Ausbau der betriebseigenen E-Mobilität steht im Fokus der DPAG und findet auf dem Fliegerhorst besondere Beachtung. Erstmals soll ein vollständig elektrisch ausgerichteter Zustellstützpunkt realisiert werden. Das Vorhaben knüpft damit an die vollständige Elektrifizierung der Zustellbezirke im inneren Stadtkern an, für die die DPAG mit dem Oldenburger Klima-Innovationspreis „klip 26“ ausgezeichnet wurde. Mit dem ressourcenschonenden Umgang von vorhandener Bausubstanz wirkt das „Brownfield-Projekt“ gleichzeitig auch als positive Referenz für weitere zu erhaltende Gebäude auf dem Fliegerhorst.
Weiteres Potential an Gewerbeflächen
Für das Potenzial an zukünftigen Gewerbeflächen im Stadtgebiet spielt der Fliegerhorst eine zentrale Rolle. Dazu gehört das 15 Hektar große Areal der Hallensichel, deren charismatische Form und städtebauliche Struktur durch die Bestandshallen 1 bis 5 geprägt und im Zusammenhang mit adäquaten Folgenutzungen erhalten wird.
Weitere Informationen zum Fliegerhorst sowie einzelnen Bebauungsplänen und Gewerbeflächen gibt es unter www.oldenburg.de/fliegerhorst.

Zuletzt geändert am 26. August 2026
Zuletzt geändert am 29. Juni 2026
