Aufklärung, Nutzung und Beschaffungswege im Fokus – Elf illegale Vapes sichergestellt
Jugendschutzkontrolle: Stadt und Zoll sprechen Jugendliche direkt an
11.08.2026
Oldenburg. Was wissen Jugendliche über die Gefahren von Vapes und das Rauchverbot für Minderjährige? Um dieser Frage nachzugehen, haben Mitarbeitende der Stadt Oldenburg aus den Fachdiensten Kinder- und Jugendschutz sowie Zentraler Außendienst gemeinsam mit dem Zoll am Freitag, 7. August, eine Kontrolle in der Innenstadt durchgeführt. Diesmal kontrollierten die Einsatzkräfte nicht die Einzelhandelsgeschäfte, sondern sprachen die Jugendlichen direkt an. Im Mittelpunkt standen die Aufklärung über Gesundheitsrisiken, die Überprüfung der Nutzung von Vapes sowie mögliche Erkenntnisse über die Beschaffungswege.
Kontrolle von Jugendlichen und direkte Ansprache
Am Abend überprüften die Einsatzkräfte typische Treffpunkte von Jugendlichen in der Innenstadt. Sie führten Gespräche, klärten über die geltenden Jugendschutzbestimmungen auf und machten auf die gesundheitlichen Risiken des Konsums von Vapes aufmerksam. Im Verlauf des Einsatzes stellten die Einsatzkräfte insgesamt elf Vapes sicher. Teilweise handelte es sich um Produkte, die nicht für den Verkauf in Deutschland zugelassen sind oder gegen bestehende Regelungen verstoßen. Die Kontrolle zeigte deutlich, dass vielen Jugendlichen die Gefahren dieser Produkte nicht bewusst sind. Besonders besorgniserregend: Die jüngste kontrollierte Person war erst elf Jahre alt.
Für Mario Mohrmann, der für Jugendschutzkontrollen zuständige Mitarbeiter im Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg, zeigt der Einsatz, wie wichtig Prävention und Kontrolle sind: „Wir sehen, dass Vapes und andere nikotinhaltige Produkte zunehmend auch bei sehr jungen Menschen verbreitet sind. Vielen ist nicht klar, welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sind. Deshalb setzen wir neben Kontrollen besonders auf Aufklärung und Gespräche mit den Jugendlichen.“
Gesundheitliche Risiken und Jugendschutz
Der Konsum von Vapes ist insbesondere für Minderjährige mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Nach dem deutschen Jugendschutzgesetz ist der Kauf, der Besitz und der Konsum von E-Zigaretten erst ab 18 Jahren erlaubt. Das Nikotin kann die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen und zu Abhängigkeit führen. Hinzu kommen mögliche Schadstoffe in den Liquids sowie die Gefahr, dass illegale oder nicht zugelassene Produkte unbekannte Inhaltsstoffe enthalten. Gerade bei sehr jungen Menschen kann ein regelmäßiger Konsum negative Auswirkungen auf Konzentrationsfähigkeit, schulische Leistungen und die allgemeine Entwicklung haben. Zudem besteht die Gefahr, dass der Konsum von Vapes als Einstieg in den Gebrauch weiterer Suchtmittel dient.
Konsequentes Vorgehen und weitere Maßnahmen
Die zuständigen Stellen prüfen nun die sichergestellten Vapes. Bei festgestellten Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz oder andere Rechtsvorschriften werden entsprechende Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahren eingeleitet. Damit der Jugendschutz nachhaltig gestärkt wird, sind weitere gemeinsame Kontrollen sowie Informationsangebote für Jugendliche und Eltern geplant. Ziel ist es, über die Risiken des Konsums und die geltenden gesetzlichen Regelungen zu informieren.
Prävention und Aufklärung im Fokus – Zusammenarbeit mit „Ziel Prävention“
Für die Stadt Oldenburg steht fest, dass Jugendschutz mehr ist als Kontrolle. Ein Schwerpunkt liegt auf präventiver Arbeit und verständlicher Aufklärung. Gemeinsam mit „Ziel Prävention“ informiert die Stadt Oldenburg Kinder, Jugendliche und Eltern über die Risiken von Vapes und anderen Nikotinprodukten. „Ziel Prävention“ entwickelt und unterstützt zielgruppengerechte Angebote – etwa Workshops, Informationsmaterialien und Online-Formate –, die das Bewusstsein für die Gefahren des Vapens schärfen sollen. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig zu sensibilisieren, ihnen verlässliche Informationen zu geben und sie darin zu stärken, sich bewusst gegen den Konsum von Nikotinprodukten zu entscheiden.
Mehr erfahren
Der Kinder- und Jugendschutz hat für die Stadt Oldenburg oberste Priorität. Unter www.oldenburg.de/kinder-und-jugendschutz informiert sie über Einrichtungen und Ansprechpersonen, die sich mit Fragen rund um Jugendschutz, Suchtprävention und Beratung befassen.
Zuletzt geändert am 11. August 2026
Zuletzt geändert am 29. Juni 2026