Stadratswahl: 383 Bewerberinnen und Bewerber buhlen um 52 Sitze – Wahlausschuss hat getagt
OB-Direktwahl: Neun Kandidatinnen und Kandidaten für Krogmanns Nachfolge
23.07.2026
Oldenburg. Neun Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich in Oldenburg um die Nachfolge von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Der Amtsinhaber kandidiert nach zwölf Jahren an der Spitze der Stadt nicht für eine dritte Amtszeit. Bei der Direktwahl, die am Sonntag, 13. September 2026, stattfindet, treten folgende Bewerberinnen und Bewerber an: Ulf Prange (SPD), Jascha Rohr (Bündnis 90/Die Grünen, unterstützt von der CDU), Sebastian Fröhlich (FDP), Heike Boldt (Die Linke), Holger Martin Wilkens (Wählergruppe Bürger Bündnis Oldenburg), Yakup Castur (DAVA Niedersachsen), Byanca Küßner, die sich als Einzelkandidatin bewirbt, sowie Michael Stille und Ralf Butzin, die ebenfalls als Einzelbewerber an den Start gehen. Sie alle haben ihre vollständigen Unterlagen fristgerecht beim Wahlbüro der Stadt eingereicht.
Zulässigkeit der Wahlvorschläge festgestellt
Die Zulässigkeit der Wahlvorschläge für die Direktwahl des Oberbürgermeisters hat der Wahlausschuss unter Vorsitz von Stadtwahlleiterin Dr. Julia Figura in seiner Sitzung am Donnerstag, 23. Juli, festgestellt. Insgesamt hatten 14 an einer Kandidatur interessierte Personen Kontakt mit dem Wahlbüro. In zwei Fällen wurden die Kandidaturen zurückgezogen, in zwei Fällen wurden keine Unterlagen eingereicht, und in einem Fall fehlten Unterlagen.
Eine eventuelle Stichwahl für die Wahl der Oberbürgermeisterin beziehungsweise des Oberbürgermeisters findet am Sonntag, 27. September 2026, statt.
383 Kandidatinnen und Kandidaten für 52 Ratsmandate
Außerdem ließ der Wahlausschuss für die zeitgleich am 13. September stattfindende Wahl des neuen Stadtrates zwölf Parteien, drei Wählergemeinschaften und einen unabhängigen Einzelkandidaten zu. Es bewerben sich insgesamt 383 Kandidatinnen und Kandidaten um die zu vergebenden Ratsmandate, deren Zahl ab der neuen Ratsperiode erstmals 52 (bisher 50) beträgt. Die zwei zusätzlichen Sitze ergeben sich durch Oldenburgs gestiegene Bevölkerungszahl. Das 53. Mitglied im Rat ist der Oberbürgermeister beziehungsweise die Oberbürgermeisterin.
Sechs Wahlbereiche
Bei der Stadtratswahl ist das Wahlgebiet der Stadt Oldenburg in sechs Wahlbereiche aufgeteilt. Die meisten Kandidatinnen und Kandidaten stellt die SPD mit 72 Bewerberinnen und Bewerbern, gefolgt von der CDU (63 Bewerberinnen und Bewerber), Bündnis 90/Die Grünen (56), Linke (46), FDP (34), der Wählergemeinschaft Für Oldenburg (24), AfD (13), Volt (13), Piraten (13), BSW (8) und Die PARTEI (6). Erstmals um die Gunst der Wählerinnen und Wähler bei einer Kommunalwahl buhlen das Bürger Bündnis Oldenburg (17 Bewerberinnen und Bewerbern), die Partei für Gerechtigkeit und Menschlichkeit (7), die Wählergruppe Echt Oldenburg (6) und DAVA Niedersachsen (4). Als Einzelkandidat tritt Michael Stille im Wahlbereich 4 an.
Wie die Stadtratswahl 2021 ausging
Bei der Kommunalwahl am 12. September 2021 waren die Grünen mit 31,19 Prozent der Stimmen (16 Sitze) stärkste Fraktion im Stadtrat vor der SPD (29 Prozent/15 Sitze) geworden. Auf Platz drei kam damals die CDU (17,79 Prozent/9 Sitze). Die Linke erhielt 7,96 Prozent (4 Sitze), für die FDP wurden 5,31 Prozent (3 Sitze) gezählt. AfD (2,72 Prozent), Volt (2,63 Prozent) und Piraten (1,37 Prozent) erhielten jeweils einen Sitz im Rat. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,8 Prozent.
Rückblick auf Oberbürgermeisterwahlen 2014 und 2021
Jürgen Krogmann fungiert seit dem 1. November 2014 als Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg. 2014 hatte er sich in einer Stichwahl mit 69,2 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Im Jahr 2021 war er von den Bürgerinnen und Bürgern für eine zweite Amtszeit bestätigt worden. In der Stichwahl hatte Krogmann 54,1 Prozent der Stimmen erhalten. Seine zweite Amtszeit läuft noch bis zum 31. Oktober 2026. Die Amtszeit seiner Nachfolgerin oder seines Nachfolgers beträgt acht Jahre.
Online mehr erfahren
Weitere Informationen zur Kommunalwahl sind online unter www.oldenburg.de/kommunalwahl verfügbar.
Zuletzt geändert am 23. Juli 2026
Zuletzt geändert am 29. Juni 2026