Kinder- und Jugendbüro veröffentlicht Ergebnisse der U16-Wahl zur Kommunalwahl 2026
U16-Wahl in Oldenburg: So haben Kinder und Jugendliche entschieden
15.09.2026
Oldenburg. Wie würden Kinder und Jugendliche in Oldenburg entscheiden, wenn sie bereits wahlberechtigt wären? Vom 1. bis 4. September konnten junge Menschen unter 16 Jahren bei der U16-Wahl des Kinder- und Jugendbüros ihre Stimme abgeben und zeigen, welche politischen Vorstellungen und Interessen sie haben. Die Veröffentlichung der Wahlergebnisse erfolgt erst jetzt, um keine Einflussnahme auf die offizielle Wahl zu nehmen.
Nun steht das Ergebnis fest: 296 Kinder und Jugendliche haben an der U16-Wahl teilgenommen. Das Kinder- und Jugendbüro des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg freut sich über die rege Beteiligung und das Interesse an demokratischer Mitbestimmung. Stadtjugendpfleger Christian Fritsch bedankt sich dabei ausdrücklich bei allen Kindern und Jugendlichen, die sich an der U16-Wahl beteiligt haben, sowie bei allen Freizeitstätten, Einrichtungen und Unterstützenden, die die Durchführung der Wahllokale ermöglicht haben: „Das war unsere erste U16-Wahl und sie ist sehr gut gelungen und breit getragen worden. Das ist ein Stück gelebte Demokratie.“
So haben Oldenburgs junge Menschen gewählt
Bei der Wahl zur Oberbürgermeisterin beziehungsweise zum Oberbürgermeister haben sich 29 Prozent der Abstimmenden für Jascha Rohr entschieden, 24 Prozent für Heike Boldt sowie 22 Prozent für Ulf Prange. Die übrigen Kandidierenden blieben im einstelligen Prozentbereich.
Bei der U16-Wahl für den Stadtrat wurden keine Personenwahlvorschläge abgefragt, sondern nur die jeweiligen Fraktionen. Im Ergebnis haben Bündnis 90/DIE GRÜNEN mit rund 24 Prozent die meisten Stimmen erhalten, dicht gefolgt von Der Linken mit knapp 21 Prozent. An dritter Stelle steht bei den unter-16-Jährigen die SPD mit 19 Prozent, gefolgt von Volt mit 12 Prozent. Die AfD erhielt 8 Prozent der Stimmen, während Piraten, CDU und BSW jeweils rund 3 Prozent erreichten. Die übrigen Parteien und Wählergemeinschaften erzielten jeweils weniger als 1 bis rund 2 Prozent der Stimmen.
Damit zeigt die U16-Wahl, wie sich die unter 16-Jährigen in Oldenburg positionieren. Das Ergebnis ist nicht Teil der offiziellen Kommunalwahl und hat keinen Einfluss auf deren Ausgang. Es macht jedoch sichtbar, welche Themen und politischen Vorstellungen junge Menschen bewegen.
Demokratie praktisch erleben
Ein besonderer Moment war die öffentliche Auszählung am Freitag, 4. September, im Haus der Jugend. Ab 19 Uhr kamen die Beteiligten aus den verschiedenen Wahllokalen zusammen und zählten die abgegebenen Stimmen gemeinsam aus. Auch Kinder und Jugendliche waren eingeladen, diesen Teil des Wahlprozesses mitzuerleben. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Kinder und Jugendliche ihre Stimme genutzt und sich mit der Kommunalwahl und den politischen Möglichkeiten in Oldenburg auseinandergesetzt haben“, so Raisa Biebert und Nicole Vossler vom Kinder- und Jugendbüro. „Die U16-Wahl zeigt, dass junge Menschen politische Themen interessieren und dass sie ihre Meinung einbringen möchten. Demokratie lebt von Beteiligung – und genau das konnten die jungen Menschen bei der U16-Wahl ganz praktisch erfahren.“
Jede Stimme zählt
Mit der U16-Wahl möchte das Kinder- und Jugendbüro Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, sich mit Politik auseinanderzusetzen, ihre Meinung zu vertreten und Möglichkeiten der demokratischen Beteiligung kennenzulernen. Das Ergebnis ist dabei ein wichtiges Stimmungsbild: Es zeigt, wie junge Menschen die politische Situation in ihrer Stadt wahrnehmen und welche Entscheidungen sie treffen würden, wenn sie bereits an der Kommunalwahl teilnehmen könnten.
Zuletzt geändert am 15. September 2026
Zuletzt geändert am 1. September 2026