Fördermittel noch vorhanden
Die Nachfrage nach der städtischen Förderung von Altbausanierungen ist auch 2026 groß. Laut der Zwischenbilanz aus dem September 2026 sind bereits rund 750 Anträge eingegangen, durch die gut 900 Sanierungsmaßnahmen gefördert werden konnten. Ein großer Teil der verfügbaren Fördermittel ist damit bereits gebunden – für weitere Maßnahmen steht jedoch noch Geld zur Verfügung.
Gebäudehülle und Heizung im Fokus
Aus den bisherigen Förderanträgen resultierten rund 900 bezuschusste Sanierungsmaßnahmen. Dazu gehören rund 400 Wärmepumpen, etwa 150 Hohlschichtdämmungen, mehr als 190 Sanierungen von Fenstern und Haustüren sowie rund 50 Dachsanierungen. Knapp die Hälfte der bewilligten Vorhaben – rund 49 Prozent – betrifft damit die Sanierung der Gebäudehülle. Besonders häufig wurde eine Hohlschichtdämmung gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der Heizungen: Rund 44 Prozent der bewilligten Vorhaben entfallen auf den Einbau von Wärmepumpen. Die Zahlen zeigen das weiterhin große Interesse an dieser effizienten und klimafreundlichen Heiztechnologie.
Sanierungen im gesamten Stadtgebiet und bei Gebäuden jeden Alters
Die Förderanträge verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Besonders häufig geht es um Maßnahmen in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in Doppelhaushälften. Damit spiegelt die Verteilung der Anträge auch die Struktur des Oldenburger Gebäudebestands wider. Besonders häufig werden dabei Gebäude aus den Baujahren 1960 bis 2000 saniert. In dieser Baualtersklasse besteht erfahrungsgemäß ein höherer energetischer Sanierungsbedarf, da die Anforderungen an den Wärmeschutz seinerzeit schrittweise weiterentwickelt wurden. Gleichzeitig rücken zunehmend auch jüngere Gebäude in den Blick. Aufgrund ihrer moderneren energetischen Standards bieten sie häufig bereits gute Voraussetzungen für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe.
Wärmepumpe besonders gefragt
Beim Heizungstausch liegt die Wärmepumpe deutlich vorn. Besonders häufig wird eine Luft-Wasser-Wärmepumpe eingebaut. Die Antragszahlen zeigen zudem einen klaren Zusammenhang mit dem Baualter der Gebäude: Je jünger das Gebäude, desto häufiger wird eine Wärmepumpe eingebaut. Besonders stark vertreten sind Gebäude ab den 1960er Jahren. Mit den verbesserten energetischen Baustandards stiegen auch die technischen Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb von Wärmepumpen.
Hochrechnung zur Wirksamkeit: Einsparung von 1.577 Tonnen CO2 pro Jahr
Um die Wirksamkeit der 2026 durch die Stadt geförderten Maßnahmen für den Klimaschutz in Oldenburg zu ermitteln, wurde ein typisches Oldenburger Wohngebäude als Referenz herangezogen. Das Gebäude weist ein repräsentatives Baujahr und eine energetische Ausgangssituation auf, die dem städtischen Durchschnitt entspricht. Das Referenzgebäude wurde mithilfe einer Energieberatungssoftware bauteilbezogen bilanziert und so energetisch saniert, dass die Maßnahmen den Förderkriterien des Programms „Klimaschutzmaßnahmen im Altbau“ entsprechen – einschließlich des Einbaus von Wärmepumpen. Auf dieser Grundlage wurden die möglichen Energie- und CO2-Einsparungen berechnet und anschließend auf die 2026 tatsächlich geförderten Maßnahmen übertragen. Der ausgewiesene CO2-Äquivalenzwert ist damit eine Hochrechnung der bilanzierten Einsparungen auf die Gesamtzahl der geförderten Maßnahmen.
Das Ergebnis: Die bisher geförderten Maßnahmen aus dem Jahr 2026 führen voraussichtlich zu einer Einsparung von rund 1.577 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. Damit wirkt das Förderprogramm messbar und trägt dauerhaft zur Verringerung der Treibhausgasemissionen in Oldenburg bei. Anschaulich entspricht diese Menge etwa den jährlichen Emissionen von rund 800 Pkw oder der CO2-Bindung von etwa 160 Hektar Wald – einer Fläche von mehr als 200 Fußballfeldern.
Seit 2015 rund 79.569 Tonnen CO2 eingespart
Seit der Einführung des Förderprogramms „Klimaschutzmaßnahmen im Altbau“ im Jahr 2015 wurden zahlreiche energetische Sanierungsmaßnahmen gefördert. Insgesamt konnten damit rund 79.569 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Das bedeutet: Ohne die seit 2015 umgesetzten und geförderten Maßnahmen wären im Stadtgebiet Oldenburg voraussichtlich rund 79.569 Tonnen CO2-Äquivalente zusätzlich ausgestoßen worden.
1,82 Millionen Euro Förderung lösen 23,1 Millionen Euro Investitionen aus
Die bisher in 2026 bewilligten Fördermittel in Höhe von 1,82 Millionen Euro haben Investitionen von insgesamt rund 23,1 Millionen Euro ausgelöst. Damit wurden mit jedem eingesetzten Förder-Euro rund 11,50 Euro private Investitionen angestoßen. Das zeigt die starke Hebelwirkung des Förderprogramms: Die städtische Unterstützung bringt zusätzliche Investitionen in den Gebäudebestand und beschleunigt damit energetische Modernisierungen.
Förderprogramm und Informationen
Informationen zum Förderprogramm „Klimaschutzmaßnahmen im Altbau“ sowie zur Antragstellung bietet das Serviceportal der Stadt Oldenburg. Fragen zum Förderprogramm beantwortet die Stadt auch per E-Mail an klima[at]stadt-oldenburg.de.
Kontakt
Haben Sie Fragen zum Förderprogramm Altbausanierung? Dann wenden Sie sich gern an klima[at]stadt-oldenburg.de.
Zuletzt geändert am 10. September 2026

