Strategierat Energie Weser-Ems beklagt Hemmnisse – Sitzung im Oldenburger Rathaus
Energiewende: Jetzt muss die Umsetzung vorankommen
18.09.2026
Oldenburg. Die Energiewende braucht mehr Tempo bei der Umsetzung: Bei seiner 25. Sitzung hat der Strategierat Energie Weser-Ems auf zentrale Herausforderungen wie fehlende Netzkapazitäten, langwierige Verfahren und schwierige Rahmenbedingungen für Kommunen und Unternehmen hingewiesen. Zugleich markierte die Sitzung im Oldenburger Rathaus einen besonderen Einschnitt: Es war die letzte Sitzung unter der Leitung von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der dem Strategierat seit vielen Jahren als Vorsitzender vorstand. Zum Abschluss seiner Amtszeit betonte Krogmann, dass die Region nun vor allem vorhandene Strategien und Konzepte in konkrete Maßnahmen überführen müsse.
Im Mittelpunkt der Sitzung standen aktuelle Entwicklungen rund um die Energiewende, die regionale Wertschöpfung, das NetZero Valley sowie die Umsetzung der neuen Weser-Ems-Strategie. Die Mitglieder diskutierten die ersten Ergebnisse der regionalen Wertschöpfungspotenzialstudie, die derzeit die Datengrundlage für weitere Analysen schafft. Gleichzeitig wurde deutlich, dass insbesondere Netzengpässe und fehlende Anschlusskapazitäten zunehmend zu einem zentralen Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung der Region werden.
Hoffnung auf Powerhouse Nord
Bei der Diskussion zum NetZero Valley betonten die Teilnehmenden, dass die Herausforderungen weniger im Erkenntnisgewinn als vielmehr in der konkreten Umsetzung liegen. Gefordert wurden schnellere Verfahren, bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine stärkere Zusammenarbeit der beteiligten Akteurinnen und Akteure. Hier bietet Powerhouse Nord den passenden Rahmen, denn das Netzwerk bietet in Zukunft eine noch gezieltere und raumübergreifende Einbindung von Wirtschaft und Verwaltung zu Energietransformation und Standortmarketing für den Nordwesten.
Neue Weser-Ems-Strategie
Ein weiterer Schwerpunkt war die neue Weser-Ems-Strategie, die Ende August offiziell an Ministerpräsident Olaf Lies übergeben wurde. Der Strategierat begrüßte den integrativen Ansatz der Strategie und unterstrich die Bedeutung einer konsequenten Umsetzung der vereinbarten Transformationspfade. Dabei wurde deutlich gemacht, dass die Region vorhandene Konzepte nun verstärkt in konkrete Maßnahmen überführen müsse. In einer offenen Diskussion zu den aktuellen energiepolitischen Herausforderungen wurden insbesondere fehlende Netzkapazitäten, rückläufige Forschungsförderungen, die schwierige finanzielle Situation vieler Kommunen sowie Herausforderungen in der Fachkräfte- und Berufsbildungsförderung thematisiert.
Dank an Jürgen Krogmann und Olaf Meinen
Zum Abschluss dankte der Strategierat seinem Vorsitzenden Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden Olaf Meinen, Landrat des Landkreises Aurich, für ihr langjähriges Engagement. Beide stehen nach den Kommunalwahlen nicht erneut für ihre Ämter zur Verfügung. „In den vergangenen Jahren haben wir in der Region zahlreiche Strategien, Konzepte und Analysen erarbeitet“, betonte Krogmann. „Der Strategierat Energie Weser-Ems hat dazu seinen Beitrag in der gesamträumlichen Vernetzung geleistet und wird es weiter tun. Jetzt kommt es darauf an, die Energiewende konsequent umzusetzen und gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen vor Ort zu entwickeln.“

Zuletzt geändert am 18. September 2026
Zuletzt geändert am 1. September 2026