Neues Programm des Kulturbüros ermöglicht Kunst und Kultur von Anfang an
„Kultur(T)Räume für Kitas“ werden Wirklichkeit
18.09.2026
Oldenburg. Eine Lehmbaustelle auf dem Außengelände einer Kita? Eine Mini-Oper aus dem Kühlschrank? Bilderbücher, die lebendig werden? Was wie ein Traum klingt, wird nun für zehn Oldenburger Kitas Wirklichkeit. Sie nehmen an den „Kultur(T)Räumen für Kitas“ teil, einem neuen Programm des Kulturbüros der Stadt Oldenburg zur frühkindlichen kulturellen Bildung. Dank der großzügigen Förderung durch die Vereinte Oldenburger Sozialstiftung können ab dem Kita-Jahr 2026/27 jährlich zehn Kindertageseinrichtungen Kulturangebote aus einem eigens dafür entwickelten Katalog auswählen und an ihre Themen und Bedarfe anpassen.
Programm rotiert durch die Stadt
Dabei geht das Team der Kulturellen Bildung und Teilhabe im Kulturbüro systematisch auf Kitas in einem bestimmten Umkreis zu. „Das spart Fahrzeiten für die Kulturschaffenden und stärkt die Zusammenarbeit der benachbarten Kitas in einem Stadtteil“, erläutert Vivien Ritter vom Kulturbüro. Im Kita-Jahr 2026/27 starten die Kultur(T)Räume in den Stadtgebieten Mitte-Südost und Südost. Zehn Kindertageseinrichtungen in unterschiedlicher Trägerschaft aus den Stadtteilen Osternburg, Drielake, Tweelbäke und Krusenbusch bilden die Zielgruppe, das sind etwa 700 Kinder in 21 Kindergarten- und 13 Krippengruppen.
Professionalisierung der Kulturarbeit mit jungen Kindern
„Auch für uns wird mit den Kultur(T)Räumen ein langgehegter Traum wahr“, ergänzt die Programmleiterin Sophie Arenhövel. Seit 2012 arbeitet das Team an dem Netzwerk zur Frühkindlichen Kulturellen Bildung in Oldenburg. Es organisiert Netzwerktreffen, bietet kulturelle Fortbildungen, Modellprojekte und Projektförderung an. Die Kultur(T)Räume heben das Netzwerk auf eine weitere Stufe: Sie ermöglichen mehr Planungssicherheit und Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit zwischen Kita und Kultur, eine größere Angebotsvielfalt, eine höhere Reichweite und damit insgesamt eine Professionalisierung der frühkindlichen kulturellen Bildung in Oldenburg.
Kulturangebote reagieren auf Bedarfe der Kitas
Herzstück sind über 40 Angebote, die 15 Oldenburger Kultureinrichtungen und Kulturschaffende in Abstimmung mit dem Kulturbüro eigens für die Kultur(T)Räume entwickelt haben. Neben spannenden Exkursionen in die Museen und Kinos der Stadt findet der Großteil der Kulturangebote vor Ort in der Kita statt. So ist es auch Einrichtungen möglich teilzunehmen, die weniger mobil sind.
Die Angebote reichen von Exkursionen über Workshops, Kulturveranstaltungen vor Ort in den Kitas bis hin zu Fortbildungen und Projekten in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Lesen und Erzählen, Bauen und Kunst, Museum, Film und Zirkus bis hin zu Ernährung und Gesundheit. Neben zahlreichen Angeboten für die Kinder gibt es auch Team-Fortbildungen, um die Kulturangebote nachhaltig im Kita-Alltag zu verankern.
Der Angebotskatalog wurde von den teilnehmenden Einrichtungen des ersten Jahrgangs begeistert aufgenommen. Nun ist ein Jahr lang Zeit für die Umsetzung: Jeweils drei bis fünf Kulturangebote hat jede Einrichtung gebucht. „Wir wollen die Kitas nicht überfordern. Die Angebote sollen Lust auf neue Räume für Kultur im Kita-Alltag machen und nicht nur organisatorischer Mehraufwand sein“, so Sophie Arenhövel. Die Teilnahme am Programm kann für die teilnehmenden Kitas ein erster Schritt ins Netzwerk für Frühkindliche Kulturelle Bildung sein und Lust auf mehr machen.
Evaluation und Weiterentwicklung
Das Kulturbüro begleitet und moderiert den Prozess und ist dabei Brückenbauer zwischen den Kitas und Kultureinrichtungen. Das Programm wird laufend evaluiert und angepasst. Damit auch in Zukunft viele „Kultur(T)Räume“ in Erfüllung gehen können.
Weitere Informationen gibt es im Internet www.oldenburg.de/kulturelle-bildung.

Zuletzt geändert am 18. September 2026
Zuletzt geändert am 1. September 2026