Von allgemeinen und aktuellen Themen geprägt war auch dieses Mal der Fragenkatalog, den die Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine (ASTOB) für das Jahresgespräch mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann vorbereitet hatte – und auch von Abschied. Denn Krogmann hatte zum mittlerweile 15. und damit letzten Mal in seiner Amtszeit eingeladen. Er stand den Vertreterinnen und Vertretern der Oldenburger Bürgervereine am Dienstag, 18. August 2026, in konstruktiver Atmosphäre rund zwei Stunden lang Rede und Antwort. Dabei ging es sowohl um Verkehrsthemen wie Fahrradpiktogramme, Sanierung von Wegen und Straßen sowie Reinigung von Verkehrsschildern als auch um Taubendreck an Brücken, illegale Müllablagerungen oder den Winterdienst.
Zeitplan zur Sanierung des Stadtteilbades Kreyenbrück
Stadt und Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg mbH (BBGO) wollen auch künftig Schwimmangebote im Oldenburger Süden und Westen sichern. Besonders bei den Stadtteilbädern in Eversten und Kreyenbrück besteht Sanierungsbedarf. Bis zum ersten Quartal 2027 soll ein Bericht den Zustand der Gebäude und Technik erfassen. Darauf aufbauend werden weitere Maßnahmen, Termine und Kosten festgelegt.
Informations- und Beteiligungsveranstaltungen
Krogmann betont die Bedeutung der Bürgerbeteiligung bei Straßenplanung und Stadtentwicklung. Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Ideen und Anliegen einbringen können. Gleichzeitig müssten städtebauliche, technische, finanzielle und rechtliche Aspekte fachlich geprüft werden. Wichtig sei daher Transparenz darüber, welche Vorschläge umgesetzt werden und warum andere nicht berücksichtigt werden können. Bürgerbeteiligung und fachliche Expertise sollten sich sinnvoll ergänzen.
Straßenzustand nach Frost-Tau-Wechseln
Der zunehmende Straßenschaden wird auch von der Stadt wahrgenommen. Ursache sind vor allem häufigere Frost-Tau-Wechsel, durch die Wasser in die Fahrbahn eindringt und Risse sowie Schlaglöcher entstehen. Die Stadt überprüft ihr Straßennetz regelmäßig und setzt Sanierungen nach Dringlichkeit um. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Hauptstraße, Hundsmühler Straße, Niedersachsendamm und Teile der Bahnhofsallee erneuert.
Weitere größere Maßnahmen sind am Langenweg bei der A 293, am Knotenpunkt Lappan und an der Cloppenburger Straße geplant. Künftig soll verstärkt auf umfassende Sanierungen ganzer Straßenabschnitte gesetzt werden, da diese nachhaltiger sind.
Dank für jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankte dem ASTOB-Vorsitzenden Harald Götting sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Bürgervereine für die zahlreichen Anregungen und die Offenheit der vergangenen Jahre: „Dieses ‚neue Miteinander‘ war mir von Anfang an wichtig. Genau deshalb habe ich zu Beginn meiner Amtszeit dieses Format eingeführt. Für mich hat sich der intensive und vertrauensvolle Austausch und Umgang bewährt, um so immer wieder direkt aus den Stadtteilen heraus auf Herausforderungen und Ideen vor Ort gestoßen zu werden – und zu erfahren, was die Menschen dort bewegt. Mein Wunsch wäre, dass das Jahresgespräch mit den Bürgervereinen auch künftig einen festen Platz im Terminkalender der neuen Oberbürgermeisterin oder des neuen Oberbürgermeisters findet.“
Harald Götting, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Stadtoldenburger Bürgervereine, zog auch für die Bürgervereine in der Stadt Oldenburg positive Bilanz der Gespräche: „Wir haben in den letzten 12 Jahren viele Themen angesprochen und haben gemeinsam viel bewegen können. Die Impulse sind in viele Entscheidungen eingeflossen. Darüber haben wir uns sehr gefreut.“ Als Beispiele nannte Götting Themen wie verdichtete Bebauung, den Bahnausbau, die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, Photovoltaik und Windkraft, Tempo 30 vor Schulen, Baumschutz, ÖPNV-Attraktivierung und Bürgerhäuser.
Zuletzt geändert am 19. August 2026
