4,5 Millionen Euro lassen Klimaoasen aufblühen

02.03.2022

4,5 Millionen Euro lassen Klimaoasen aufblühen

Oldenburg. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat der Stadt Oldenburg einen Zuwendungsbescheid über 4,5 Millionen Euro zur Umsetzung des Vorhabens „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ übersandt. Die Stadt Oldenburg trägt dabei einen Eigenanteil von 500.000 Euro, so dass insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Bewilligungszeitraum umfasst drei Jahre und endet am 31. Dezember 2024.

Im Sinne der Anpassung an den Klimawandel sollen der Schlossgarten und das Eversten Holz hin zu einer sogenannten „Klimaoase“ weiterentwickelt werden. Dies beinhaltet unter anderem den Umbau der Gehölzbestände hin zu einer klimaresistenten Bepflanzung. Dies wird positive Effekte auf das Mikroklima haben, zum Beispiel durch die schattenspendende, kühlende innerstädtische Parklandschaft. Als langlebige Kohlenstoffspeicher tragen die Gehölze zudem zum Klimaschutz bei. Ferner wird insgesamt die Biodiversität verbessert. Darüber hinaus sind eine Verbesserung der Be- und Entwässerung der Parkanlagen, die Erhöhung der Regenrückhaltefunktion (auch bei Starkregenereignissen) und die Nutzung des gespeicherten Regenwassers zur Versorgung der Parkanlagen geplant. Damit soll dem fallenden Grundwasserstand und den trockenen Sommermonaten der vergangenen Jahre Rechnung getragen werden.

Zur Vielzahl von Einzelprojekten, die sich hinter den vorgenannten Zielen verbergen, zählen die Entschlammung der Pferdetränke im Eversten Holz, Formate für Bürgerbeteiligung sowie eine Begleitforschung mit Fokus auf Boden und Wasser, Mikroklima, Flora und Fauna.

Die Stadt Oldenburg wird das Vorhaben begleiten und die Zuwendung weiterleiten. Die Umsetzung des Vorhabens im Schlossgarten und Eversten Holz – als Landesliegenschaften – liegt vor allem in den Händen des Museums für Natur und Mensch sowie der Universität Oldenburg. Auch das Staatliche Baumanagement Region Nord-West ist an der Umsetzung beteiligt.

Die Förderung stammt aus dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Mit dem Bundesprogramm sollen konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz (CO2-Minderung) und Klimaanpassung, mit hoher fachlicher Qualität und hohem Innovationspotential gefördert werden. Durch eine integrierte Planung und Entwicklung sowie eine naturnahe, biodiverse und gegebenenfalls multifunktionale Gestaltung sind die vielfältigen weiteren Anforderungen an Grün- und Freiräume zu beachten. Dies betrifft beispielsweise die hohe Bedeutung der Grün- und Freiräume zur Gesundheitsvorsorge, als sozialer Begegnungsort, als Biotopverbund und nachhaltige Mobilität.