Die Stadt wird ein Konzept für die Errichtung öffentlicher Toiletten an zentralen Orten in den Stadtteilen entwickeln. Dazu zählen beispielsweise Marktplätze, Sportanlagen und weitere stark frequentierte Aufenthaltsorte. Gleichzeitig wird geprüft, ob auf Spielplätzen sogenannte „Oiletten“ als ergänzendes Angebot eingerichtet werden können. Grundlage ist ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, BSW und FDP, dem der Rat in seiner Sitzung am Montag, 29. Juni 2026, zugestimmt hat.
Mittel stehen zur Verfügung
Mit dem Beschluss greift der Rat ein Thema auf, das die Verwaltung bereits als ein wichtiges Thema identifiziert hatte. Für die Erarbeitung eines Konzepts wurden im Haushalt 2026 bereits 20.000 Euro eingeplant, erste konzeptionelle Grundlagenarbeiten haben nach der Haushaltsgenehmigung Ende April begonnen. Die Inhalte des Ratsantrags werden in diese Arbeiten einbezogen. Über die weiteren Entwicklungen wird die Verwaltung der Politik nach Vorliegen erster Erkenntnisse unaufgefordert berichten.
Bei den im Antrag genannten „Oiletten“ handelt es sich um innovative, wassersparende Freiluft-Kindertoiletten, die speziell für den Einsatz auf Spielplätzen entwickelt wurden. Sie bieten Kindern eine praktische Möglichkeit, wenn unterwegs kurzfristig ein Toilettengang erforderlich ist. Vor der Benutzung wird ein Beutel über die Toilettenbrille gestülpt, der anschließend hygienisch in einem integrierten oder nahegelegenen Abfallbehälter entsorgt wird.
Unterschriften übergeben
Die Aktualität des Themas zeigt sich auch an einer Unterschriftensammlung des Runden Tisches Bloherfelde. Dessen Vertreterinnen und Vertreter überreichten Oberbürgermeister Jürgen Krogmann Unterschriften für die Errichtung einer öffentlichen Toilette im unmittelbaren Umfeld der Skateanlage in Bloherfelde/Eversten. Die Sammlung war überwiegend bei der Einweihung der Skateanlage am Sonntag, 14. Juni 2026, entstanden. Nach Auffassung der Initiatorinnen und Initiatoren würde eine öffentliche Toilette die Aufenthaltsqualität des Platzes deutlich verbessern und zugleich einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe leisten. Diese Anregung wird ebenso wie weitere Bedarfe im Rahmen der nun anstehenden konzeptionellen Arbeiten berücksichtigt.
Zuletzt geändert am 1. Juli 2026
