Seit vielen Jahren gestalten Oldenburg und Buffalo City ihre Partnerschaft durch gemeinsame Projekte und regelmäßigen Austausch. Die Aktivitäten reichen von Umwelt- und Klimaschutz über Bildungs- und Kulturangebote bis hin zur Zusammenarbeit kommunaler Einrichtungen. Die folgenden Berichte dokumentieren wichtige Stationen und Entwicklungen dieser internationalen Kooperation.
Internationale Bücherecke in der Stadtbibliothek eröffnet
Am 29. November 2018 hat Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die internationale Bücherecke „Oldenburgs kommunale Partnerschaften“ in der Stadtbibliothek im Kulturzentrum PFL eröffnet. Hier finden Bürgerinnen und Bürger Bücher aus und über die verschiedenen Partnerkommunen von Oldenburg. „So lassen sich unsere städtischen Partnerschaften Seite für Seite entdecken. Man bekommt einen sehr guten Eindruck von der Vielfalt unserer Städtepartnerschaften“, sagte Krogmann.
Den Anstoß, grenzüberschreitende Lektüre mit Informationen über die Partnerkommunen zu sammeln, hatte der Oberbürgermeister selber gegeben. Beim internationalen Partnerschaftstreffen „UN!TE", das vom 30. Mai bis 3. Juni 2018 erstmalig in Oldenburg ausgerichtet wurde, bat Krogmann die Teilnehmenden aus den Partnerkommunen anstelle von Gastgeschenken um Bücher – mit Erfolg.
Südafrika vervollständigt internationale Bücherecke in der Stadtbibliothek
Anlass zur Eröffnung der internationalen Bücherecke war der Besuch einer südafrikanischen Delegation, die bis zum 1. Dezember 2018 in Oldenburg weilte, und die damit verbundene Übergabe von Büchern aus Oldenburgs Partnerkommune Buffalo City Metro.
Insgesamt stehen mehr als 30 Bücher aus den zehn Partnerkommunen, die sich auf neun Länder verteilen, zum Stöbern bereit. Zu finden sind sie im Obergeschoss der Stadtbibliothek im PFL (Peterstraße 3) in der Abteilung Geographie/Reiseführer. Aufgrund des kleinen Bestandes ist es nicht möglich, die Bücher auszuleihen. In der Nähe laden aber Sessel dazu ein, sich mit der Lektüre niederzulassen.
Südafrikanische Wasserexperten zu Gast in Oldenburg
Die Stadt Oldenburg und ihre südafrikanische Partnerkommune Buffalo City Metropolitan Municipality (BCMM) arbeiten weiter an der Umsetzung ihrer Klimapartnerschaft. Einen Beitrag dazu hat der Besuch einer vierköpfigen Delegation vom Kap geleistet, die vom 13. bis 20. Oktober 2018 zu Gast in Oldenburg gewesen ist. Koordiniert durch den OOWV, informierte sich die Delegation nach einem Auftaktworkshop unter anderem in Wasserwerken im Harz und nahm an einem Workshop mit der TU Braunschweig teil.
Der Besuch fand im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts „go-CAM“ statt. Die Projektidee ist aus der engen Kooperation zwischen BCMM und Oldenburg entstanden. Beide Kommunen nahmen von 2014 bis 2015 am Projekt „50 Kommunale Klimapartnerschaften bis 2015“ teil. Während der Laufzeit wurde ein Handlungsprogramm erarbeitet, und es wurden die Schwerpunkte für die weitere Zusammenarbeit identifiziert: Wassermanagement, erneuerbare Energien/Energieeffizienz, Bildung für nachhaltige Entwicklung/Umweltbildung und Abfallmanagement.
Mit qualifizierten Entscheidungen Wasserknappheit vorbeugen
„go-CAM“ steht für die Implementierung strategischer Entwicklungsziele im Küstenzonenmanagement und ist ein Forschungsprojekt der Fördermaßnahme GRoW (Globale Ressource Wasser) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Direkte Projektpartner sind, neben dem OOWV, die TU Braunschweig, die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), das Leibniz Institut für angewandte Geophysik (LIAG), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie die Firmen GISCON und INSIGHT. Das Gesamtfördervolumen des Projekts durch das Bundesministerium beträgt etwa zwei Millionen Euro.
Das Kernziel von „go-CAM“ ist es, ein Software-Tool zu entwickeln, das vielfältige Informationen aus dem Bereich des integrierten Wasserressourcenmanagements zusammenführt und bewertet. Es soll Akteure des Wassermanagements dabei unterstützen, gerechte und nachhaltige Entscheidungen im Wassersektor zu treffen und dadurch die Wasserversorgungssicherheit stärken. Für das Entwickeln und Testen eines Prototyps des Tools sind Fallstudien in Norddeutschland, der Türkei und Südafrika unter der Berücksichtigung verschiedener Klimaszenarien vorgesehen. Angesichts von Wasserknappheit in Südafrika, die 2018 besonders die Millionenstadt Kapstadt traf, sich aber auch in BCMM bemerkbar machte, leistet das Projekt einen sinnvollen Beitrag zur Bekämpfung und Abmilderung von Klimawandelfolgen.
Nakopa-Projekt zum Gewässerschutz: Umsetzung des Handlungsprogramms
Vom 26. November bis zum 1. Dezember 2018 war eine fünfköpfige Delegation aus Oldenburgs Partnerkommune Buffalo City Metro in der Stadt. Mit dabei waren Mitarbeiter aus dem Bereich Infrastruktur, die zuständig sind für Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Außerdem waren ein Vertreter des Pressebüros sowie ein GIS-Experte Teil der Delegation. Komplettiert wurde die Expertenrunde durch einen Vertreter des Wasserversorgers der Region um Buffalo City.
Der Besuch fand im Rahmen eines Projektes statt, das beide Städte gemeinsam durchführen. Für das Projekt konnten Fördermittel im Rahmen des Nakopa-Programms (Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erfolgreich beantragt werden. Mehr über dieses interessante Klimaprojekt erfahren Sie hier.
Kooperation mit Südafrika weiter lebendig – Jugendinitiative
Vom 18. bis 24. Januar 2018 waren eine Vertreterin des Bereichs Internationale Beziehungen und eine Vertreterin des Fachdienstes Jugend und Gemeinwesenarbeit der Stadt in Südafrika. Zunächst besuchten sie East London, die größte Stadt in Oldenburgs Partnerkommune Buffalo City Metro.
Der Aufenthalt in East London diente dazu, derzeit laufende Projekte zu besprechen und Möglichkeiten für einen Jugendaustausch zwischen Oldenburg und Buffalo City Metro zu erörtern. Dabei kam es auch zu einem Treffen mit der Repräsentantin des Landes Niedersachsen im Eastern Cape, die seit Januar 2018 vor Ort ist. Ihre Aufgabe ist es, die Partnerschaft zwischen Eastern Cape und Niedersachsen zu pflegen und weiter zu entwickeln indem sie laufende und geplante Projekte betreut.
Auf Einladung von Engagement Global nahmen die beiden Oldenburgerinnen zusammen mit südafrikanischen Kolleginnen aus BCMM vom 22. bis 24. Januar am 2. Internationalen Workshop zur Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative teil. Als politische Initiative im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Kommission der Afrikanischen Union (AUC) hat sich die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative (DAJ) zum Ziel gesetzt, den Austausch zwischen jungen Menschen in afrikanischen Ländern und Deutschland zu stärken.
Zuletzt geändert am 24. Juni 2026



