Das Jahr 2019 war geprägt von intensivem Austausch zwischen Oldenburg und der südafrikanischen Partnerkommune Buffalo City. Fachliche Kooperationen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz wurden weiter ausgebaut, während Sport- und Begegnungsprogramme jungen Menschen die Möglichkeit boten, die Partnerregion persönlich kennenzulernen und internationale Freundschaften zu knüpfen.
Afrika-Konferenz und Gespräche in Oldenburg
Vom 9. bis 11. September 2019 fand in Hannover die 4. Kommunale Partnerschaftskonferenz mit Afrika statt. Sowohl Oldenburg als auch Buffalo City waren auf dieser Konferenz vertreten. Die Veranstaltung wurde von Engagement Global veranstaltet und bot den Teilnehmenden aus über zehn afrikanischen Ländern und zahlreichen deutschen Kommunen ein interessantes Programm und viele Möglichkeiten für den interkommunalen Austausch. Zwei Kolleginnen aus Oldenburgs südafrikanischer Partnerkommune Buffalo City Metro konnten dank der Finanzierung durch Engagement Global und ihre Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) nach Hannover kommen und im Anschluss zu einem Arbeitsaufenthalt nach Oldenburg reisen. Oldenburg wurde in Hannover durch eine Mitarbeiterin des Bereichs Internationale Beziehungen vertreten.
Das hochrangige Programm beinhaltete einen Vortrag des ehemaligen Vizepräsidenten der Kommission der Afrikanischen Union, Erastus J. O. Mwencha, und eine daran anschließende Podiumsdiskussion, an der auch Darby Gounden, zuständig für Internationale Beziehungen in Buffalo City, teilnahm.
Austausch zu vielfältigen Themen in Oldenburg
In Oldenburg hatten die Gäste ein volles Programm. Mit dem Projektpartner OOWV, der inzwischen auch eigene Pläne für die Kooperation mit Südafrika hat, gab es weitere Treffen, um neue Projektideen zu entwickeln. Das Thema Verkehr nahm ebenfalls einen hohen Stellenwert ein. Bei Gesprächen mit der VWG und dem Amt für Verkehr und Straßenbau konnten viele Punkte angesprochen werden, bei denen eine Kooperation möglich scheint.
Im aktuellen Nakopa-Projekt wurde festgestellt, dass Abfall und dessen fachgerechte Entsorgung und Weiterverwendung ein wichtiges Thema ist, das sich auch auf die Trinkwasserversorgung auswirken kann. Deshalb trafen die Gäste mit Vertreterinnen und Vertretern des Abfallwirtschaftsbetriebs zusammen und diskutierten die Entwicklungen in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten. Außerdem bekamen die Gäste die Möglichkeit, die Wertstoffannahmestelle Neuenwege zu besichtigen.
Weitere Gespräche mit dem Umweltbildungszentrum und der Wirtschaftsförderung schlossen sich an. Nach einem intensiven Austausch reisten die Gäste am 13. September wieder zurück nach Südafrika.
Erfolgreicher Arbeitsbesuch in East London
Vom 24. bis 30. Juni 2019 waren eine Vertreterin der Stadt Oldenburg und eine Mitarbeiterin des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) zu einem Arbeitsbesuch in Oldenburgs Partnerkommune Buffalo City Metro. Bei einem zweieinhalbtägigen Workshop wurden im laufenden Nakopa-Projekt „Bewusstseinsbildende Kampagne zum Schutz der Trinkwasserressourcen“ die weiteren Schritte geplant und die aktuellen Entwicklungen präsentiert. Seit dem ersten gemeinsamen Projekt-Workshop beim Besuch der Südafrikaner in Oldenburg im November 2018 ist das Projekt gut vorangekommen. Nachdem verschiedene Stakeholder identifiziert wurden, die den größten Einfluss auf die Verschmutzung der Wasserressourcen haben, sollen diese in einem nächsten Schritt mit einer gezielten Ansprache auf die Thematik aufmerksam gemacht werden.
Handlungsprogramm aktualisiert
2017 hatte Oldenburg erfolgreich Fördermittel für das Projekt im Rahmen des Förderprogramms Nakopa (Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte) von Engagement Global eingeworben. Engagement Global wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.
Der Aufenthalt wurde auch für die Aktualisierung des Gemeinsamen Handlungsprogramms genutzt, das im Rahmen der Teilnahme am Projekt „50 kommunale Klimapartnerschaften bis 2015“ entstanden ist. In dem Dokument werden Projektvorhaben in den vier Schwerpunktbereichen Wassermanagement, Umweltbildung, Erneuerbare Energien/Energieeffizienz und Abfallmanagement festgehalten. Mehr zu dem Projekt “50 kommunale Klimapartnerschaften bis 2015” erfahren Sie hier.
Oldenburger Triathleten in Südafrika
„Bear meets Lion“ steht auf den T-Shirts der Oldenburger Delegation. Im März 2019 hat der 1. TCO Die Bären zum zweiten Mal eine vierköpfige Gruppe von Nachwuchs-Triathleten nach East London ins südliche Afrika geschickt. Ein Austauschprogramm mit der Eastern Cape Region, das der niedersächsische Sportbund in verschiedenen Sportarten initiiert hat.
Auf dem Plan der insgesamt 10-tägigen Reise stand für die 14- bis 18-jährigen Sportlerinnen und Sportler auch die Teilnahme an den Südafrika-Meisterschaften in Durban. Eine besondere Ehre, denn normalerweise dürfen tatsächlich nur Triathletinnen und Triathleten mit der südafrikanischen Staatsangehörigkeit um Meisterehren kämpfen. Aber die Gefahr, dass die Oldenburger Bären den Einheimischen die Plätze auf dem Podium streitig machten, bestand auch nicht. „Der Sprung vom deutschen Winter in den südafrikanischen Frühherbst war einfach zu groß,“ sagte Bären-Coach Andreas Schnur, der die Gruppe begleitet hat. „Während wir noch kaum Trainingskilometer in den Beinen hatten, standen die Südafrikaner am Ende ihrer Saison und damit voll im Saft“. So ging es den Oldenburgerinnen und Oldenburgern eigentlich nur ums Finishen. Was weitestgehend auch geklappt hat. Nur die heiße Sonne forderte in Form von Sonnenbrand und Sonnenstich ihren Tribut.
Gemeinsames Training und Entdeckungen
Nach einer zehnstündigen Autofahrt durchs Hinterland waren die jungen Menschen aus Oldenburg zurück in East London am indischen Ozean. Drei Tage, gefüllt mit gemeinsamen Trainingseinheiten mit den Nachwuchsportlerinnen und -sportler des Buffalo City Triathlon Clubs standen jetzt auf dem Programm. Land und Leute kamen aber auch nicht zu kurz. Besuche im zweitgrößten Township des Landes und eine Safari mit (fast) hautnahem Löwenkontakt hatten die Oldenburgerinnen und Oldenburger noch auf dem Zettel. Spannende Eindrücke in einem Land auf der anderen Seite der Erdkugel. „Ein bisschen zu kurz, um alles mitnehmen zu können“, fanden die jungen „Bären“. Aber welcher Urlaub könnte nicht ewig dauern….
Unterstützt wurde der sportliche Austausch auch von der Stadt Oldenburg. Wenn es nach den Bären geht, soll das Programm unbedingt fortgesetzt werden. „Schön zu sehen, dass da etwas Gutes gewachsen ist und immer noch wächst“, freut sich Bären-Präsident Falk Ohlenbusch. „So ein Austauschprogramm trägt viel besser als alles andere zum gegenseitigen Verständnis bei und sorgt für Freundschaften.“
Bericht: 1. TCO Die Bären
Zuletzt geändert am 27. Juni 2026





