In Kooperation mit der Musikschule Oldenburg
Von Freitag, 9., bis Sonntag, 11. Oktober 2026, findet in Oldenburg der jährliche Kongress der European Recorder Teachers Association ERTA e. V. statt. Unter dem Titel „Teamspirit im Blockflötenensemble – Pädagogische Wege, künstlerische Impulse und praxisnahe Probenmethoden“ stehen im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Vorträge, Workshops und Konzerte sowie eine Noten- und Instrumentenausstellung auf dem Programm. Der Kongress ist eine Kooperation der ERTA mit der Musikschule der Stadt Oldenburg im Rahmen ihres 50. Jubiläums. Interessierte sind unabhängig von einer ERTA-Mitgliedschaft herzlich willkommen. Genauere Informationen und die Kongressanmeldung sind auf der Website von ERTA zu finden.
Konzert „Lamentation & Celebration“
Einen besonderen Höhepunkt bildet das Konzert des Ensembles The Royal Wind Music aus Amsterdam am Samstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL. Unter dem Titel „Lamentation & Celebration“ zeichnet das Programm die Wege vertrauter Melodien vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart nach – von intimen Chansons über kunstvolle Messen bis zu virtuosen Instrumentalwerken. Werke von Komponisten wie Josquin des Prez, Orlando di Lassus und Cristóbal de Morales zeigen, wie sich eine einzige musikalische Idee immer wieder neu verwandeln, vertiefen und klanglich bereichern lässt. Ein zeitgenössischer Beitrag von Raivis Misjūns tritt dabei in einen lebendigen Dialog mit der Renaissance und spannt den Bogen von klagender Innigkeit zu feiernder Klangfülle.
Karten und Preise
Karten für das Konzert gibt es unter Ticket2Go. Der reguläre Eintrittspreis beträgt 15 Euro zuzüglich Systemgebühr. Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Seniorinnen und Senioren erhalten ermäßigte Karten für 10 Euro zuzüglich Systemgebühr. Einen entsprechenden Nachweis legen sie beim Einlass vor.
Das Ensemble The Royal Wind Music
The Royal Wind Music widmet sich der Musik aus der Blütezeit der Polyphonie und musiziert auf einer außergewöhnlichen Sammlung von Renaissanceblockflöten. Paul Leenhouts gründete das internationale Ensemble 1997 und prägte es bis 2010 als künstlerischer Leiter. Seither arbeitet The Royal Wind Music ohne Dirigenten und gestaltet seine künstlerische Ausrichtung aus den eigenen Reihen heraus. Sämtliche Programme spielt das Ensemble auswendig – eine Arbeitsweise, die eine besonders unmittelbare musikalische Kommunikation im Ensemble und mit dem Publikum ermöglicht. Ziel ist es, die Musik der Renaissance frisch, lebendig und direkt erfahrbar zu machen. Alle Mitglieder haben am Conservatorium van Amsterdam studiert.
Die Instrumentensammlung reicht von einer nur 15 Zentimeter kleinen Garklein- bis zur fast 3 Meter hohen Subkontrabassblockflöte. Das Ensemble gastierte in bedeutenden Konzertsälen und bei Festivals in Europa, den USA und Mexiko, darunter im Concertgebouw und im Muziekgebouw aan 't IJ in Amsterdam, beim Festival Oude Muziek Utrecht, den Tagen Alter Musik Regensburg, dem London International Festival of Early Music und dem Boston Early Music Festival. Bislang veröffentlichte das Ensemble elf CDs bei Lindoro und Pan Classics.
Zuletzt geändert am 3. September 2026