Kerstin Preiwuß: „Wir alle“ – Lesung & Gespräch
In einer überhitzten Stadt im Osten des Landes treffen sie aufeinander: eine Pfandleiherin, die die Welt nicht mehr versteht; ein Laubenbewohner, der auch mal Glück im Leben haben will; ein Mann, der trotz Ruhestand weitermacht; eine junge Frau, die sich nicht entscheiden kann. Obwohl sie wenig gemein haben, werden sie zu einer Schicksalsgemeinschaft, denn die Zeiten sind schwierig und der Druck steigt. Kerstin Preiwuß entwirft in ihrem neuen Roman ein gestochen scharfes Bild der kulminierenden Krisen unserer Zeit und macht sich auf die Suche nach einem Wir im langen Jetzt. Denn es betrifft uns alle.
Kerstin Preiwuß wurde 1980 in Lübz geboren und debütierte 2006 mit dem Gedichtband Nachricht von neuen Sternen. 2014 erschien ihr Romandebüt Restwärme. Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2020 mit dem Anke-Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis der Deutschen Schillerstiftung. Seit 2021 hat sie den Lehrstuhl für Literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig inne. Kerstin Preiwuß ist zudem seit 2021 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Moderation: Christian Schmitt
Veranstaltet in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität und der Buchhandlung am Schlossplatz.
Zuletzt geändert am 8. September 2026
