Abfall-Lernpfad in Neuenwege wurde eröffnet
Rätseln, klettern, schleppen und kriechen: Auf dem neuen Abfall-Lernpfad „Loop Oldenburg“ wird Kreislaufwirtschaft erlebbar. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat den Lernpfad am Mittwoch, 30. September 2026, gemeinsam mit Projektbeteiligten und Schulkindern der Grundschule Bloherfelde eröffnet. Oldenburger Schulklassen der Jahrgänge drei bis sechs können das vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) begleitete Angebot auf dem Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg in Neuenwege buchen. Auf rund 4.000 Quadratmetern laden 24 interaktive Stationen dazu ein, sich spielerisch mit Ressourcenschutz, Abfallvermeidung und Wiederverwendung zu beschäftigen.
Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist der Abfall-Lernpfad ein besonderes Lernangebot:
„Aus einer zunächst eher unscheinbaren Fläche ist ein Lernort geworden, an dem Nachhaltigkeit nicht nur erklärt, sondern erlebt werden kann. Beim ‚Loop Oldenburg‘ wird aus dem Thema Abfall etwas Greifbares: Kinder können ausprobieren, rätseln, klettern und dabei ganz nebenbei entdecken, was mit den Dingen passiert, die wir täglich benutzen. Ich freue mich sehr, dass dieser besondere Ort jetzt seine Türen öffnet und bin sicher, dass viele Oldenburger Schulen ihn für sich entdecken werden.“
Lernen mit Kopf, Hand und Bewegung
Die Stationen wurden in Zusammenarbeit mit dem Bremer Bühnenhaus entwickelt und orientieren sich an den Lebenswegen alltäglicher Produkte. Die Grundschulklassen der Jahrgänge drei und vier folgen dabei dem Lebensweg eines Apfels: Sie erklimmen eine Apfelbaum-Kletterwand, retten Lebensmittelreste oder krabbeln wie ein Kompostwurm durch einen Erdtunnel. Währenddessen lösen sie verschiedene Aufgaben und stellen sich die Frage, wie die Natur es schafft, keinen Müll zu produzieren.
Für die Jahrgänge fünf und sechs aller weiterführenden Schulen stehen unter anderem Joghurtbecher, Sneaker und Schulhefte im Mittelpunkt. Dabei geht es beispielsweise um die Herstellung neuer Schulhefte aus Altpapier und wie ein Turnschuh kreislauffähig designt werden kann. An einem nachgebauten Förderband kann sogar das richtige Trennen von Restmüll ausprobiert werden, fast wie in der echten Verwertungsanlage!
Das pädagogisch begleitete Angebot richtet sich an alle Oldenburger Schulen und beinhaltet immer eine Führung durch das Kompostwerk oder die Abfallbehandlungsanlage des AWB.
Für Erwachsenengruppen besteht im Rahmen einer Werksführung ebenfalls die Möglichkeit, den Loop zu besichtigen, allerdings ohne pädagogische Begleitung. Die Ausweitung des pädagogischen Angebotes ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant.
Im Kreislauf der Jahreszeit
Der „Loop Oldenburg“ öffnet seine Türen immer von März bis November, bis er sich witterungsbedingt in die Winterpause verabschiedet. Doch auch diese Zeit wird vom RUZ Oldenburg nachhaltig genutzt. So können sich die Kinder der Klassen eins und zwei auf einen neuen Workshop zum Mülltrennen in ihrer Schule freuen. Und auch die höheren Jahrgänge gehen mit einem Escape-Room zum Thema Elektroschrott nicht leer aus.
Gelebte Kreislaufwirtschaft
Die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz wird immer wichtiger. Ressourcen sind begrenzt, gleichzeitig entstehen große Mengen an Abfällen, obwohl viele Materialien und Produkte weiter genutzt werden können. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft kann dazu beitragen Rohstoffe zu sparen, das Klima zu schützen und Wertschöpfung vor Ort zu stärken.
Deshalb wurde beim Loop selbst der Kreislaufgedanke gelebt und auf nachhaltige und möglichst wiederverwendete Materialien geachtet, so waren die Pflastersteine Teil einer ehemaligen Straße und auch Bänke und Containereinrichtung hatten ein vorheriges Leben in Parks und Büroräumen, bis sie dort nicht mehr benötigt wurden.
Oldenburger Beteiligung
Hinter dem neuen Lernpfad steht eine Zusammenarbeit verschiedener städtischer Einrichtungen. Die Projektleitung liegt beim AWB Stadt Oldenburg und beim RUZ des Fachdienstes Klimaschutz. Weitere städtische Fachdienste waren an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt.
Bei der Namensfindung wurde die Stadtgesellschaft einbezogen. Im Rahmen einer digitalen Bürgerbeteiligung konnten Namensvorschläge eingereicht und Favoriten ausgewählt werden. Der Name „Loop Oldenburg“ nimmt Bezug auf das englische Wort „Kreislauf“ und macht das zentrale Thema des Lernpfads sichtbar, den möglichst langen und nachhaltigen Einsatz von Ressourcen.
Zuletzt geändert am 30. September 2026
