Vor über 30 Jahren ging Oldenburg ans Netz – als eine der ersten Städte in Deutschland mit einer eigenen Website. Was heute selbstverständlich erscheint, war 1995 ein mutiger Schritt in die digitale Zukunft: Informationen rund um eine Stadt auf einer eigenen Internetseite verfügbar zu machen. Seitdem hat sich viel getan – aus einer schlichten Infoseite wurde ein vielfältiger Informationskanal für Bürgerinnen, Bürger und Gäste der Stadt. Wir blicken zurück auf drei Jahrzehnte digitaler Stadtgeschichte, auf Meilensteine und auf die Frage: Wie sieht die Website heute aus?
Wie alles begann...
Erste Informationen
Zu Anfang reichte das Informationsangebot von touristischen Inhalten wie Stadtplan und Hotelverzeichnis über die Stadtgeschichte bis hin zu demographischen Daten. Außerdem waren täglich die neusten Pressemitteilungen zu finden. Nutzerinnen und Nutzer der Website konnten sich damals in das elektronische Gästebuch der Stadt eintragen. Die enthaltenen Informationen wurden regelmäßig aktualisiert.
Wie auch 2025, hatte die Website zu Beginn sieben Hauptnavigationspunkte, die neben der Startseite zu weiteren Informationen führten. Die Website konnte von Beginn an monatlich etwa 3.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen, die sich für die Informationen interessierten. In den Monaten Januar bis Oktober 2025 hatte die Website 2.354.990 Besuche und 4.531.149 Seitenansichten.
Informationen der Stadt waren gefragt
Die Anregung für eine Website kam damals von der Universität Oldenburg, die schon länger im Internet vertreten war. Bei den internationalen Kongressen wurden sie immer wieder nach Infos über Oldenburg gefragt. Das Problem war nur, dass die Seite der Stadt Oldenburg nicht über Server der Universität Oldenburg betrieben werden durfte – daher musste die Verwaltung nach einem kommerziellen Partner suchen. Einig wurde man sich mit der Hamburger Firma „Point of Presence“, die auch eine Niederlassung in Oldenburg hatte. Für den Anfang hat man sich mit der Firma auf eine kostenlose Testphase von drei Monaten verständigt. Zu Anfang gab es rund 50 Seiten. In dieser Zeit gab es sehr positive Rückmeldungen, sodass ein knappes Jahr nach dem Start eine überarbeitete und erweiterte Version der Homepage online ging.
Entwicklung der Seite
Die Entwicklung der Website begann mit einer grundlegenden Strukturierung in HTML und CSS. Diese frühe Form der Programmierung erforderte viel manuellen Aufwand bei der Pflege der Seite: Jede Formatierung, jeder Absatz, jede Aufzählung und sogar jede kleine Änderung musste mit den entsprechenden Befehlen in spitzen Klammern eingefügt und abgeschlossen werden. Dabei war präzise Arbeit unerlässlich, denn schon der kleinste Fehler konnte die gesamte Seite zerstören. Das Design der Seite stand – es gab auch schon früh ein vorgegebenes Stadtdesign. im Jahr 2005 wurde dann Typo3 eingeführt.
Daten, Zahlen und Fakten
Hinter den vielen Seiten von www.oldenburg.de steckt eine Menge Arbeit – und so manche interessante Zahl. Wie viele Inhalte gibt es, wie häufig wird die Website besucht und was hat sich im Laufe der Zeit verändert? Entdecken Sie spannende Daten und Fakten rund um das städtische Online-Angebot.
Daten
- 1995
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Alles hat einen Anfang, so auch die Website www.oldenburg.de: Am 19. Dezember 1995 um 15 Uhr fiel der offizielle Startschuss: Der damalige Oberstadtdirektor Heiko Wandscher und die damals 18-jährige Schülerin Marina Moye von der Cäcilienschule (sie hatte zuvor den japanischen Internet-Wettbewerb „Junior Summit“ gewonnen) haben den „virtuellen“ Startknopf gedrückt. Ab diesem Zeitpunkt waren Informationen über die Stadt „an jedem Ort der Welt mit einem Personalcomputer aktuell abrufbar“ – so gab es die damalige Pressemitteilung der Stadt Oldenburg bekannt.
Das Foto von Marina Moye wurde mit freundlicher Genehmigung von der Nordwest-Zeitung zur Verfügung gestellt.
NWZ/Thomas Neunaber - 2004/2005
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Zum Jahreswechsel 2004/2005 stellte die Verwaltung auf ihrem Internetauftritt erstmals Informationen zu den Öffnungszeiten ihrer Einrichtungen bereit. Zusätzlich wurden schon zu diesem frühen Zeitpunkt Pressemitteilungen der Stadt veröffentlicht, um die Öffentlichkeit zeitnah über relevante Neuigkeiten zu informieren.
- 2005
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Im Jahr 2005 erlebte die Website dann einen markanten Relaunch durch eine IT-Firma. In diesem Zuge wurde das bisherige System auf ein Redaktionssystem umgestellt – konkret auf Typo3. Allerdings war diese Version von Typo3 noch nicht vollständig ausgereift. Trotz der Unvollständigkeit der Software entschloss man sich, den Relaunch nicht zu verschieben und auf die fertige Version zu warten.
Für die Nutzung von Typo3 werden keine HTML-Kenntnisse benötigt. Praktisch könnte jede beziehungsweise jeder Inhalte einstellen. So wird die Website auch dezentral gepflegt. Das bedeutet, dass die Online-Redaktion die Seiten nicht mehr vollständig selbst pflegt, sondern dass die einzelnen Bereiche ihre Seiten mit ausgebildeten Redakteurinnen und Redakteuren pflegen. In der Verwaltung wird Typo3 auch heute noch genutzt und es gibt über 200 dezentrale Redakteurinnen und Redakteure.
Stadt Oldenburg - 2006
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Im Jahr 2006 wurden erste barrierefreie Inhalte für die Seite entwickelt.
- 2009
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Im 2009 gingen die Kinderseiten an den Start. Somit war auf www.oldenburg.de auch ein Angebot extra für Kinder zu finden.
- 2011
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Im Jahr 2011 startete das mehrsprachige Angebot. Die Internetseiten wurden in verschiedene Sprachen übersetzt, damit jede Besucherin beziehungsweise jeder Besucher das Angebot versteht.
Seit November 2025 wird das Online-Angebot mithilfe von Künstlicher Interligenz (KI) neben der deutschen in verschiedenen weiteren Sprachen angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Chinesisch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Russisch, Polnisch, Türkisch, Ukrainisch und Arabisch.
Dr. Stephan Barth/Pixelio - 2018
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Im Jahr 2018 fand ein Relaunch der Website statt. Dieses Design hatte die Website bis Sommer 2026.
Stadt Oldenburg - 2026
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Im Sommer 2026 wurde die Internetseite umfassend bearbeitet. Das Design wurde komplett angepasst und die Navigation wurde verändert. Im diesem Zuge wurde die Website in ein modernes Design gebracht.
Stadt Oldenburg
Zahlen
| 3 | Monate Erste Testphase der Website |
| 5 | Navigationspunkte (seit Sommer 2026) |
| 7 | Navigationspunkte (Zu Anfang bis Sommer 2026) |
| 50 | Seiten zu Beginn |
| über 200 | dezentrale Redakteurinnen und Redakteure für die Website (Stand: Dezember 2025) |
| 3.000 (circa) | monatliche Besucherinnen und Besucher zu Beginn auf der Website |
| über 7.000 (circa) | Abonnentinnen und Abonnenten beim Bürgerbrief (Stand: Herbst 2026) |
| 6.267.809 | Seitenaufrufe im Jahr 2024 |
| mehrere Tausend | Seiten auf www.oldenburg.de |
Fakten
- Die Stadt Oldenburg war eine der ersten Städte in Deutschland mit einer eigenen Website.
- Zu Beginn hatte die Website folgende Inhalte:
- Stadtplan
- Hotelverzeichnis
- Stadtgeschichte
- Pressemitteilungen
- Elektronisches Gästebuch
Gute Klickzahlen für Veranstaltungen
Die Stadt verzeichnet sowohl bei außergewöhnlichen Ereignissen als auch bei großen Veranstaltungen hohe Besucherzahlen auf ihren Webseiten. Diese umfassende Information führt zu einer hohen Klickrate. Zum Beispiel erzielten die Seiten des Kramermarktes im Jahr 2025 von Anfang September bis Anfang Oktober 130.554 Klicks, und der Lamberti-Markt erreichte im Jahr 2024 insgesamt 55.211 Klicks. Auch andere Veranstaltungen wie die Oldenburger Stadtgärten (2025: 5.457), das Oldenburger Filmfest (2025: 1.119), das Stadtfest (2025: 5.445) und der Kultursommer (2025: 5.497) erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden häufig aufgerufen.
Hohe Klickzahlen bei außergewöhnlichen Ereignissen
Während der Corona-Krise (März 2020 bis 2023) wurden aktuelle Informationen des Landes Niedersachsen online zur Verfügung gestellt und später Informationen zum Impfzentrum und den Impfmöglichkeiten veröffentlicht. Zwischen Januar 2020 und Dezember 2022 wurden die Seiten zu Corona über 7,8 Millionen Mal abgerufen. Die Seiten zum Impfzentrum wurden im Jahr 2021 über 238.000-mal geklickt. Auch bei Ereignissen wie dem Weihnachtshochwasser 2023/2024 (zwischen dem 23. Dezember 2023 bis 12. Januar 2024 hatte die Website insgesamt 1.022.089 Seitenansichten), zur Gasmangellage 2022, zur Ukraine-Krise 2022 oder Bombenentschärfungen auf dem Fliegerhorst informierte die Stadt Oldenburg die Bürgerinnen und Bürger umfassend.
Vor allem in der Coronazeit hat man einen Anstieg der Seitenaufrufe gesehen. Vor Corona (beispielsweise im Jahr 2019) hatte die Website insgesamt über 5,3 Millionen Aufrufe, im Jahr 2020 dann 9,8 Millionen Aufrufe, im Jahr 2021 dann 13,4 Millionen Aufrufe und dann im Jahr 2022 noch 8,1 Millionen Seitenaufrufe.
Städtische Informationskanäle
Seit 1995 hat sich www.oldenburg.de zu einem wichtigen Informationskanal entwickelt. Während verschiedener Ereignisse hat die Stadt Oldenburg die Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert.
Infos direkt aufs Handy erweitern Informationskanäle
Neben www.oldenburg.de, haben sich auch der Instagram-Kanal „stadt.oldenburg“ und der Bürgerbrief zu festen Instrumenten entwickelt, die wichtige Informationen „anteasern“ und dann einen Hinweis auf die Website der Stadt Oldenburg mit ausführlichen weiteren Informationen geben.
In der Stadt Oldenburg gibt es noch weitere Social Media Kanäle.
Website für jede Person zugänglich machen
Damit auch Menschen mit eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten die Website nutzen können, wurde diese bereits 2006 in ein barrierefreies Layout gebracht. Dafür war der junge Oldenburger Internet-Dienstleister „zero-handicap“ aus dem Technologie- und Gründungszentrum (TGO) damals verantwortlich. Für das sogenannte Customizing (Einrichtung sämtlicher benötigter Funktionen für die neue Software) war die Firma „Ecce Terram Internet Services“ zuständig. In den Jahren danach hat sich die Website weiterentwickelt, so auch das barrierefreie Layout. Im September 2020 sind noch die Barrierefreiheit für die ganze Seite, die Leichte Sprache und Gebärdensprache dazugekommen. Seit 2020 sind Kommunen außerdem gesetzlich verpflichtet, die eingestellten Inhalte barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Seit Anfang November 2025 steht auf der Website der Stadt Oldenburg das KI-Modul „Einfache Sprache“ von der Firma Eye-Able® zur Verfügung.
Auch wird das Onlineangebot mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) neben der deutschen in verschiedenen weiteren Sprachen angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Chinesisch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Russisch, Polnisch, Türkisch, Ukrainisch und Arabisch.
Zuletzt geändert am 18. September 2026

