Meilensteine der Kulturellen Bildung und Teilhabe in Oldenburg

Seit 2009 weben in Oldenburg Partnerinnen und Partner aus Bildung und Kultur unter der Regie des städtischen Kulturbüros am Netzwerk der Kulturellen Bildung und Teilhabe. Zahlreiche Knotenpunkte wurden dabei bereits gesetzt. Kommunikationsfördernde Formate wurden entwickelt. Teilnetzwerke wurden gesponnen für die Bereiche Kita, Schule, Erwachsenenbildung und Bildung im Alter. Wir möchten Ihnen hier schlaglichtartig die Meilensteine der Kulturellen Bildung und Teilhabe in Oldenburg in Erinnerung rufen.
Kontaktpunkt Kultur
Bereits im Gründungsjahr 2009 der Kulturellen Bildung in Oldenburg wurde der erste Kontaktpunkt Kultur zur Vernetzung von Bildungs- und Kulturpartnerinnen und -partnern durchgeführt. Damals noch im klassischen Messe-Format. Doch bereits 2011 bekam der Kontaktpunkt Kultur ein neues Format: Die “Marktplatz-Methode” der Bertelsmann-Stiftung, ursprünglich zur Vernetzung von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen ersonnen, wurde erfolgreich angepasst und weiter entwickelt. Der “Marktplatz Kulturelle Bildung” wurde von der Kulturstiftung der Länder ausgezeichnet und bundesweit adaptiert. Die erste große Erfolgsgeschichte der Kulturellen Bildung in Oldenburg!
Den Höhepunkt bildete der 5. Kontaktpunkt Kultur 2017. Statt der üblichen Bestuhlung erstreckte sich ein riesiges Mandala über den gesamten Boden des großen Veranstaltungssaals im Kulturzentrum PFL. Die Innenarchitektin Katharina Semling hatte im Auftrag der Stadt die Gestaltung des Marktplatzes übernommen. Sie schuf gemeinsam mit dem Künstler Bernhard Weber-Meinardus eine ganz besondere Atmosphäre für die Gespräche auf dem Marktplatz Kulturelle Bildung.
MIXED UP Preis
Bereits zwei Jahre nach der Konzeptionierung der Kulturellen Bildung wurde die Stadt Oldenburg für ihre Netzwerkarbeit ausgezeichnet. Der zweite Meilenstein in der Erfolgsgeschichte! Der MIXED UP-Preis der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wurde am Freitag, 16. September 2011, im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum an sechs Kooperationsprojekte von Kultur und Schule verliehen. Unter den Preisträgern war auch die Kulturelle Bildung des Kulturbüros der Stadt Oldenburg, die mit der lokalen Netzwerkinitiative „schoOL’n’art. Kultur macht Schule in Oldenburg“ den diesjährigen Sonderpreis „Netzwerker“ erhielt. An der Oldenburger Initiative „schoOL’n’art“ beeindruckte die Jury vor allem die nachhaltige Verzahnung vielfältiger Projektpartner aus kulturellen, schulischen und zivilgesellschaftlichen Bereichen.
MIXED UP Akademie
Zwei MIXED UP Akademien, zu denen Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet anreisten, sind bereits in Oldenburg durchgeführt worden. Um die neuesten und besten Fachimpulse weitergeben zu können, sich auszutauschen, zu ermutigen und um voneinander lernen zu können, wandern die MIXED UP Akademien durch die gesamte Bundesrepublik. Die erste Akademie in Oldenburg fand am 21. November 2012 im Internationalen Jugendprojektehaus statt. Ausrichter war das Kulturbüro der Stadt Oldenburg. Das Thema der Veranstaltung lautete „Kultur ganztags – Kulturelle Bildung als tragende Säule von Ganztagsschulen".
Als Referenten berichteten Birgit Fleischer von der Kulturschule Hoyerswerda und Franz Jentschke von der Gesamtschule Bremen-Ost von ihren gelungenen Beispielen zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung im Schulalltag. Zusätzlich präsentierte Lore Puntigam vom Amt für Jugend, Familie und Schule der Stadt Oldenburg das Rahmenkonzept für eine kooperative Ganztagsbildung in Oldenburger Grundschulen. Im so genannten Art Café konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an vier Thementischen austauschen. Grundlage der Diskussionen waren "Qualität in Kulturkooperationen", "Chancen und Hemmnisse in der kooperativen Ganztagsbildung", "Warum Kultur und nicht Fußball?" und “Gelingende Kooperation: Kulturschule”.
Die zweite MIXED UP Akademie „Lernen mit (allen) Sinn(en) – Kulturelle Bildung als Impuls für Unterrichtsentwicklung“ wurde am 27. Oktober 2015 im Kulturzentrum PFL in Oldenburg veranstaltet. Dazu eingeladen hatten das Kulturbüro der Stadt Oldenburg, das Oldenburger Fortbildungszentrums im Didaktischen Zentrum der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Integrierte Gesamtschule Kreyenbrück und die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ e.V.). Wichtig war den Veranstaltern nicht nur der Blick aus den Künsten auf den Unterricht, sondern auch die Reflexion der Fachdidaktiken selbst: So zeigten Vertreterinnen und Vertreter aus den Kernfächern wie Sprachen, Mathematik, Technik oder Geschichte Möglichkeiten auf, wie ihr Unterrichtsgegenstand in seinen vielfältigen Facetten durch kulturelle Zugänge für die Schülerinnen und Schüler sinnlich – und im besten Fall auch sinnvoll – vermittelt werden kann.
Dazu gab Keynote-Speaker Prof. Dr. Max Fuchs mit auf den Weg: „Wenn das Ästhetische, die sinnliche Wahrnehmung, ein integraler Bestandteil eines jeden Gegenstandes ist, dann muss der Lehrende diesen Facettenreichtum seines Gegenstandes auch kennen, um den Gegenstand angemessen in seiner Komplexität vermitteln zu können.“ Die Kunst des Lehrens bestehe also darin, einen Unterrichtsgegenstand mit möglichst vielen Facetten zu vermitteln – und so die Neugier der Schülerinnen und Schüler zu wecken. Dabei hilft der Blick von außen, zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden: Diese präsentierten beim Fachtag verschiedene Ansätze wie „Ästhetische Forschung“, „Learning through the arts – Lernen durch die Künste“ sowie „Berufsbildung meets Theater“ und zeigten Wege auf für eine Zusammenarbeit, bei der beide Seiten voneinander profitieren.
Netzwerktreffen
Die Kulturelle Bildung und Teilhabe veranstaltet jährlich mehrere Netzwerktreffen, jeweils zu aktuellen Themen. Hier wird eifrig genetzwerkelt zwischen Schule und Kultur (schoOL'n'art), Kindertagesstätten, Krippen und Kultur (KiTaKu – frühkindliche ästhetische Bildung) oder Senioreneinrichtungen und Kultur (blue OL). Neben der Vernetzung steht dabei der Aspekt der gemeinsamen Fortbildung im Vordergrund. Das 20. Netzwerktreffen stand unter dem Motto “Creative Future Skills”. Es ging um zukunftsfähiges Denken und Handeln im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Was braucht es dazu? Zum Beispiel Fähigkeiten und Kompetenzen, die sich Lernende durch die Kulturelle Bildung aneignen können.
schoOL'n'art Netzwerktreffen
Die Spanne der schoOL'n'art Netzwerktreffen erstreckte sich über zahlreiche aktuelle Themen und Inhalte:
- 2010/1: Stärken sichtbar machen - Der Kompetenznachweis Kultur
- 2010/2: Theater-Lunch in der Theater-Lounge
- 2011: Wie kommen wir in den Genuss? Fördermöglichkeiten für Kulturelle Bildung an Schulen
- 2012: Ausflüge in die Kunst. Eine Entdeckungsreise zu kulturellen Lernorten
- 2013/1: Der dritte Pädagoge. Partizipatorische und künstlerische Gestaltung von Schulen und KiTas
- 2013/2: Jugendbauhütten. Informationsabend und Ausstellung
- 2013/3: Inklusion. Potenziale der Kulturellen Bildung
- 2014: Schulentwicklung durch Kulturelle Bildung
- 2016: Curriculum zur Inklusion - Wer hat hier Vorurteile? Multiprofessionelle Teams für Kultur und Sport im schulischen Ganztag
- 2017/1-3: Curriculum zur Inklusion - Leichte Sprache + Sprich mit deinen Vorurteilen! + Grundlagen der Kommunikation;
- 2017/4: Schule in Bewegung?! Kultur und Sport Bildung an Oldenburger Ganztagsgrundschulen
- 2018/1: Curriculum zur Inklusion - Grundlagen des Konfliktmanagements
- 2018/2: Mein digitales Ich und ich - mediale Lebenswelten Jugendlicher in der Kulturellen Bildung Digitalisierung/mediale Lebenswelten
- 2019: Curriculum zur Inklusion - Leichte Sprache
- 2020: Förderprojekte genussvoll vorbereiten und servieren
KiTaKu Netzwerktreffen
Seit 2012 wurde die Kulturelle Bildung auch auf den Bereich der frühkindlichen ästhetischen Bildung ausgeweitet. Seitdem werden auch eigene Treffen für die Vernetzung von Kindertagesstätten und Kultureinrichtungen/-vertreterinnen und -vertreter angeboten. Hier wurden “Kultur.Bausteine” gestapelt (2012), die Frage “Warum brauchen wir KUlturelle Bildung in KiTas” (2014) beantwortet, das KinderKünsteZentrum Berlin (2015) und die Lorenzini Kunst-Kita (2016) aus Hamburg vorgestellt. Aus all dem hat die Kulturelle Bildung in KiTas, kurz KiTaKu, viele Impulse gewonnen.
Speed. Meet. Eat.
Mit einem neuen, frischen Format für die Netzwerktreffen der Kulturellen Bildung und Teilhabe haben Christiane Maaß, Vivien Ritter und Sophie Arenhövel vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg Bildungs- und Kulturpartnerinnen und -partner raus aus dem Corona-Tief und rein in neue kulturelle Bildungsprojekte gelockt. Beim ersten Vernetzungstreffen “Speed. Meet. Eat. Kultur trifft Bildung. Bildung trifft Kultur” im März 2022 stellten sich vier Kulturpartnerinnen und -partner aus den Sparten Theater, freies Malen, Literatur und Museum vor. Jeweils fünf bis zehn Minuten gaben sie eine Kurz-Performance auf der Bühne des „Wilhelm 13“ mit ihrem Kulturangebot. Unter den Bildungspartnerinnen und -partnern waren Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien und Berufbildende Schulen vertreten.
Das anregende Ambiente des „Wilhelm 13“ und das Appetit anregende Angebot von Ina Fricke als Caterin trägt viel dazu bei, dass die potenziellen Projektpartnerinnen und -partner miteinander ins Gespräch kommen können. Es gibt reichlich Zeit zum Klönen, Raum für Projektideen und zum Pläne schmieden. Das Format „Speed. Meet. Eat" soll zwei Mal jährlich stattfinden, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Interessierte Kultur- und Bildungspartnerinnen und -partner können sich schon jetzt dafür vormerken lassen.
Bühnentage
Die Bühnentage der Kulturellen Bildung und Teilhabe bieten für Schulen und ihre Kulturpartner ein Paket aus Bühnencoaching, Generalprobe und Aufführung. Damit sollen Impulse für die künstlerische Weiterentwicklung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Kulturschaffenden gegeben werden. Die Ergebnisse von bislang sechs Bühnentagen können sich sehen und hören lassen! Unter dem Motto „Arts on Stage – Fit für die Bühne“ wurden bereits zahlreiche künstlerische Projekte im theater hof/19 präsentiert. Die Gesamtdramaturgie liegt stets in den Händen von Schauspieler und Regisseur Dieter Hinrichs, der allen Schülerinnen und Schülern ein Bühnencoaching gibt.
Förderpreis
Dreimal, 2012, 2016 und 2018, wurde der Förderpreis der Kulturellen Bildung in Oldenburg vergeben. Projektpartnerinnen und -partner, die auf dem Marktplatz der Kulturellen Bildung eine Absichtserklärung unterzeichnet hatten, konnten sich auf diesen Preis bewerben. Der Förderpreis wurde in den Kategorien schoOL'n'art und KiTaKu sowie je ein Sonderpreis “Partizipate!” für besondere Beiträge zur Inklusion und “Kubi digital” für digitale Projekte vergeben.
2012:
Kategorie schoOL´n´art: „Sprachferien in der Villa am Wieselweg“ Sprachlernklasse und Hort der Grundschule Haarentor + Villa am Wieselweg
2016:
Kategorie schoOL´n´art: „Raumerfahrung und Architektur“). Ganztag der Grundschule Babenend und Blauschimmel Atelier
Kategorie KiTaKu: „Fabeltiere zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Betriebskindertagesstätte Biberburg und Landesmuseum Natur und Mensch
Sonderpreis „Participate!“: „Begegnungen“ Tanz-, Theater- und Musikprojekt mit Kindern aus einer Sprachlernklasse. Grundschule Dietrichsfeld und Verein „Global Music Player – Inter-kulturelle Aktion e.V.“
2018:
Erster Preis Kategorie schoOL´n´art: „Ein Fest für König Gugubo – Ein Kindermusical“. IGS Flötenteich, IGS Kreyenbrück, Hermann-Ehlers-Grundschule und Institut für Musik an der Carl von Ossietzy Universität Oldenburg
Zweiter Preis in der Kategorie schoOL´n´art: Beitrag zur Integration von jungen Migrantinnen und Migranten durch Musik und Sprache im Hörfunkstudio. Oberschule Ofenerdiek und Radio Globale
Kategorie KiTaKu: „Eine Welt voller Töne: Die Rückkehr der Zugvögel“. Betriebskindertagesstätte Biberburg, Musik- und Literaturhaus Wilhelm 13, Landesmuseum Natur und Mensch und Uda Kluge (freie Künstlerin)
Sonderpreis „Kubi digital“ (vergeben von einer Jugendjury): „Spielen, daddeln, zocken“. Offene Tür Bloherfelde, Grundschule Staakenweg und Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität
Freiwillige im Kulturbüro
Das Kulturbüro ist seit 2013 Einsatzstelle für Freiwilligendienste (Bundesfreiwilligendienst, kurz: BFD, und Freiwilliges Jahr, kurz: FSJ Kultur.) Träger des Freiwilligendienstes BFD/FSJ Kultur ist die Landesvereinigung Kinder- und Jugendbildung Niedersachsen. Sieben junge Menschen im Alter von 17 bis 27 Jahren haben sich bereits mit ihren Ideen und ihrer besonderen Sicht auf die Oldenburger Kultur eingebracht.
Rebecca Lemke (2017/2018)
Mohsen Jelodar (2018/2019)
„Kontakt zu haben ist wie eine Brücke, damit wir einander besser verstehen und unsere Ideen austauchen und gemeinsam verwirklichen können. So erlangen wir das Bewusstsein, dessen Kraft die Welt zum Besseren verändern kann. Kunst und Kultur sind zwei groß stetige Grundpfeiler für diese Brücke, da sie für alle verständlich sind, unabhängig von Sprache, Nationalität, Hautfarbe, Alter, Geschlecht oder Religion.“
Annika Niewald (2019/2020)
„Covid19 verändert und beeinflusst gerade unser aller Leben. Nicht nur das von Erwachsenen, sondern auch das von Kindern und Jugendlichen. Auch ihr Leben ist von den Nachrichten über das Virus und von den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus betroffen.
Manche Menschen verarbeiten ihre Gedanken und Gefühle dazu in Form von Texten. Der Geest-Verlag aus Vechta erhält gerade viele literarische Zuschriften zu dem Thema. Laut Verlagsleiter, Alfred Büngen, kam man dadurch auf den Gedanken, dass auch Kinder und Jugendliche sich gerade mit der Situation beschäftigen. Daher hatte man die Idee für den Schreibwettbewerb „Und jetzt? Wie Kinder und Jugendliche sich im Zeitalter des Virus fühlen“. Den Wettbewerb veranstaltet der Verlag zusammen mit dem Verein Kultur lebt e.V. und der Partnerschaft für Demokratie und Toleranz.“
Ilker Besken (2021/2023)
„Freiwilligendienst ist eine Lebenseinstellung. Berühren Sie das Leben von Menschen, die Sie nicht kennen, machen Sie jemandem eine Freude oder machen Sie einfach neue Erfahrungen... Es ist möglich, dass Sie dies in anderen Jobs erleben können. Aber vergessen Sie nicht, dass es schöner ist, etwas mit ganzem Herzen zu tun. Ich liebe das türkische Äquivalent dieses Wortes ,Freiwillige/r'. Es bedeutet jemand, der etwas mit ganzem Herzen tut, und eigentlich denke ich, dass es das ist, was Freiwilligenarbeit von anderen Jobs unterscheidet.“
Simon Dohrs (2023/2024)
Tanztheater als Leuchtturm für Inklusion
Auf dem 8. Netzwerktreffen Schule – Kultur im September 2013 wurde die Idee geboren, knapp zwei Jahre später wurde sie verwirklicht: Gemeinsam mit der Stadt Oldenburg und dem Oldenburgischen Staatsorchester führte die bundesweit tätige Kulturinstitution OpusEinhundert in der ersten Jahreshälfte 2015 ein großes generations-übergreifendes und inklusives Musik- und Tanz-Theaterprojekt in Oldenburg durch.
Unter dem Titel „Aus der Neuen Welt – ein inklusives Musik- und Tanzerlebnis“ wurde für die Teilnehmenden dabei hautnah erfahrbar, dass gelebte Inklusion berührt – und Spaß macht. Mit dabei waren 130 Menschen in acht verschiedenen Gruppen – Jung und Alt, mit und ohne Handicap, regional und international, Männer und Frauen. Ein halbes Jahr lang wurde wöchentlich in den Gruppen geprobt. An drei Wochenenden wurden die einzelnen Choreografien zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt.
Am Ende tanzten alle Beteiligten vor über 1.700 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Kleinen EWE Arena, live begleitet vom Oldenburgischen Staatsorchester. Es spielte Antonín Dvoraks gleichnamige Sinfonie „Aus der Neuen Welt“. Zum Schluss gab es stehende Ovationen.
Hier geht´s zum Trailer von Schwarzseher Film
Balkonkonzerte
Balkonkonzerte waren in Oldenburg groß angesagt in Zeiten, in denen öffentliche Konzerte und andere Kulturveranstaltungen abgesagt werden mussten. Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg startete Ende März 2020 (direkt nach dem ersten Lockdown) eine Initiative, die gleich mehreren Seiten helfen konnte, an hochwertiger Kunst und Kultur auch in Zeiten von Corona teilzuhaben. Balkonkonzerte und andere Freiluft-Aufführungen sind in Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen veranstaltet worden. Das erste „Balkonkonzert" fand bereits am 4. April 2020 statt.
Beginenhof
In Oldenburg soll ein so genannter „Beginenhof“ als gemeinsames Wohn-, Kultur- und Arbeitsprojekt für Frauen jeden Alters entstehen. Nach zwei gut besuchten Informationsveranstaltungen im Herbst 2022 haben sich an der inhaltlichen und baulichen Planung interessierte Frauen am 24. November 2022 in einem so genannten Frauen-World-Café getroffen. Hier konnten die Frauen ihre Wünsche und Ideen zum Beginenhof Oldenburg einbringen. Im Anschluss an das Frauen-World-Café haben sich im Januar und Februar 2023 insgesamt über 100 Frauen in sechs Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen rund um den künftigen Beginenhof Oldenburg getroffen und ihre Ideen und Wünsche weiter ausgearbeitet.
Auf ihrer ersten Vollversammlung am 16. März 2023 konnten die Interessentinnen am künftigen Beginenhof Oldenburg zwei Grundpfeiler für das Projekt setzen: die Entwürfe für den Bau und für ein Leitbild der Oldenburger Beginen. Nach zwei weiteren Vollversammlungen und intensiver Vorarbeit durch eine Arbeitsgruppe konnte schließlich am 6. August 2024 die Gründungsversammlung zum Verein Beginen-Oldenburg e.V. stattfinden. Der Verein wurde als e.V. beim Amtsgericht Oldenburg eingetragen und als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt.
Zuletzt geändert am 13. Juli 2026










